Mag. Dieter Walla

Mag. Dieter Walla &
Partner Steuerberater OG

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Steueroptimierte Gewinnschmälerung

Mit diesem politisch und steuerrechtlich vollkommen korrekten Titel sind sinnvolle Betriebsausgaben zum Jahresende gemeint. Anders gesagt: Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind auf die Erde nieder, sondern auch der Steuerberater mit dem guten Kaffee, um gute Ratschläge zu erteilen. In meinem Fall bringe ich zwar keinen Segen, aber dafür wertvolle Tipps, wie die Steuerlast reduziert werden kann. Denn auch das Finanzamt geht auf allen Wegen mit uns ein und aus ...

Der einfachste Tipp in diesem Zusammenhang ist, Sachen anzuschaffen, die ohnehin benötigt werden und die kein Ablaufdatum aufweisen. Dabei denke ich an Büromaterial, Papier, Druckerpatronen oder Ähnliches.

Vorgezogene Investition
Im gleichen Atemzug kommt normalerweise die vorgezogene Investition. Sollten Sie also über diverse Anschaffungen von sogenannten langlebigen Wirtschaftsgütern im kommenden Jahr nachdenken, könnten Sie diese gleich im alten Jahr tätigen. Sofern diese Wirtschaftsgüter noch im alten Jahr in Betrieb gehen, kommen Sie außerdem in den Genuss der halben Abschreibung.

Es ist niemals sinnvoll, Dinge anzuschaffen, die man nicht braucht, nur um Steuern zu sparen.

Sofort absetzen
Wirtschaftsgüter, die weniger als 480 Euro (inkl. MwSt.) kosten, können als sogenannte „geringwertige Wirtschaftsgüter“ (GWG) sofort zur Gänze abgesetzt werden. Hier zücke ich meinen erhobenen Zeigefinger jedoch gleich wie im letzten Jahr: Bitte seien Sie bei jenen Anschaffungen vorsichtig, die per se auch als Weihnachtsgeschenk durchgehen könnten (insbesondere wenn Sie Kinder haben), die das Christkind bringt. Es kann durchaus passieren, dass man bei einer nachfolgenden Betriebsprüfung den betrieblichen Nutzen der vorweihnachtlichen Anschaffung, beispielsweise eines Computers, beweisen muss.

Achtung
Bedenken Sie bitte: Es kann niemals sinnvoll sein, Dinge anzuschaffen, die Sie gar nicht brauchen. Eine Anschaffung, deren einziger Zweck es ist, Steuern zu sparen, ist sinnlos. Abgesehen davon müssen Betriebsausgaben einen betriebs-wirtschaftlichen Nutzen nach sich ziehen, um steuerlich anerkannt zu werden.

Anleihen als Tipp
Wenn Sie tatsächlich nichts brauchen, weil Sie eh schon alles haben, lege ich Ihnen ein Gespräch mit dem Bankberater Ihres Vertrauens ans Herz. Dieser kann Ihnen bestimmte Anleihen verkaufen, die steuerlich gewinnmindernd geltend gemacht werden können. Ihr Stichtag ist der 15. Dezember! Ja, es geht wieder um die Kurzläuferregelung. Diese Regel besagt nichts anderes, als dass 15 Tage vor und nach dem Jahreswechsel offensichtlich absichtlich vor- oder nachgezogene Zahlungen in das offen-sichtlich „richtige“ Jahr gerechnet werden. Also han-deln Sie bitte im Zweifel vor dem 15. Dezember.

Achtung! Die Angaben der Spender und die öffentlichen Daten dürfen nicht auseinanderlaufen.

Spenden und Co
Vor und rund um Weihnachten ist ja auch die Zeit, in der die Österreicher zu Spendenwelt-meistern werden. Wie die Spendenempfänger vorzugehen haben, damit die Spende für den Spendenden auch steuerlich abzugsfähig ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen und funktioniert sehr gut. Auch die Meldung dieser Spenden an das Finanzamt funktioniert in der Regel. Probleme entstehen nur da, wo die Angaben der Spender und die öffentlichen Daten auseinanderlaufen. So ist der Spender aufgefordert, seinen Namen (wie im Personenstandsregister angeführt) und sein Geburtsdatum (detto) anzugeben. Stimmen die Daten beim Abgleich überein, werden die bezahlten Spenden am Finanzamtskonto vermerkt und automatisch steuermindernd verbucht. Wenn jetzt aber z. B. eine Aloisia (laut Personenstandsregister) zur Luise (laut Finanzamtskonto) wird, ist der (automatische) Spendenabzug perdu – sprich futsch.

Zuwendungen an Mitarbeiter
Da wir schon beim Spenden sind: Vielleicht wollen Sie das Geld nicht Fremden, sondern den Menschen in Ihrer Nähe zukommen lassen und feiern daher kurz vor Weihnachten mit Ihren Mitarbeitern. Weihnachtsfeiern und andere Betriebsveranstaltungen sind bis 365 Euro pro Jahr und Dienstnehmer lohnsteuerfrei, Weihnachtsgeschenke und andere Sachzuwendungen bis 186 Euro pro Dienstnehmer und Jahr. Das bedeutet, dass für den Dienstnehmer bis zu diesen Summen keine Lohnsteuer auf diese Vorteile aus dem Dienstverhältnis abzuführen ist, die Ausgabe per se aber den Gewinn des Unternehmens und da-mit die Steuer verringert.

Kunden, Lieferanten, Geschäftsfreunde
Sollten Sie nicht nur mit den Mitarbeitern, sondern auch mit Kunden, Lieferanten oder anderen Geschäftsfreunden auf ein erfolg-reiches Jahr anstoßen wollen, ist zu unter-scheiden, ob Sie diese Kosten voll oder nur teilweise steuermindernd absetzen können. Voll steuermindernd etwa können Kosten der Bewirtung abgesetzt werden, wenn die-se unmittelbarer Bestandteil einer Leistung ist oder in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Leistung steht. Hier ist etwa die Pausenverpflegung während einer Schulung gemeint, ein weiteres schönes Beispiel dafür ist der gute Kaffee, den der Steuerberater bei jedem Gespräch anbietet. Selbstverständlich fallen auch Produktverkostungen darunter, bei denen die Werbewirkung für das Produkt ja selbst im Vordergrund steht. Grundsätzlich sind alle weiteren Bewirtungskosten zur Hälfte abzugsfähig, wenn sie ein neues Geschäft bzw. eine neue Geschäftsbeziehung anbahnen oder eine schon bestehende vertiefen. Bei der Bewirtung von Geschäftsfreunden muss natürlich die berufliche Veranlassung überwiegen, ansonsten wären es ja private, steuerlich unerhebliche Aufwendungen.

Was macht der Steuerberater zu Jahresende?
Er ruft Anfang Dezember bei seiner Bank an und lässt sich bezüglich Anleihenkauf beraten. Danach geht er mit seinen Mitarbeitern Glühwein trinken (Sie erinnern sich: Legen Sie Ihr Geld in Alkohol an, der bringt die beste Rendite), feiert dann mit seiner Familie und legt die Rechnung für das Spielzeug seines Kindes nicht in die Buchhaltung.

Der Steuerberater mit dem guten Kaffee ist bei Fragen jedenfalls gern an Ihrer Seite, weder still noch unerkannt. Und wenn Sie das wollen, leitet er Sie durch den Steuerdschungel – treu an der lieben Hand.

Foto: iStock.com/MicroStockHub

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