Redaktion Werbemonitor

Das kreative Repertoire erweitern

Bei einem Betriebsbesuch bei Marzek Etiketten+Packaging nutzten Obmann Günther Hofer und Geschäftsführer Dr. Michael Wareka die Gelegenheit, um sich über neue Möglichkeiten bei Verpackungen auszutauschen.

Hofer: Bevor wir zu den Verpackungen kommen, noch eine andere Frage. Wir sehen, dass die Beratung in unserem Geschäft einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt und sich immer deutlicher mit bestimmten klassischen Beratungsbereichen überschneidet. Wie sehen Sie das?

Wareka: Ich denke, dass eine systemische Betrachtungsweise immer wichtiger wird, denn alles hängt miteinander zusammen. Mehr denn je. Wir, Marzek Etiketten+Packaging, selbst als Hersteller erweitern beständig unseren Horizont und betrachten ebenso Nachbardisziplinen genau.

Hofer: Auf der anderen Seite muss sich das kreative Repertoire erweitern, eben aufgrund der neuen Technologien. Die Aufgaben werden komplexer.

Wareka: Korrekt. Vor 40 Jahren hatte man den einfachen 4c-Offsetdruck zur Verfügung. Die Vielfältigkeit mit Farben, UV-Lackierungen, Hybridmaschinen, Veredelungen, Folienprä-gungen und die Materialvielfalt wie heute gab es einfach nicht. Jetzt kommen z. B. noch die Codes hinzu – wie QR-Codes –, die zu Anwendungen weiterleiten, die ins Internet verbinden und unglaubliche Verknüpfungen rund um Produktwelten ermöglichen. Für Kreative bedeutet das auch, in die unterschiedlichen Bereiche hineinzuschauen, um zu wissen, wie Aufgabenstellungen, außer mit herkömmlichen Mitteln, zu lösen sind.

Hofer: Bitte erklären Sie uns das genauer. Da eröffnen sich neue Welten. Welche Rolle spielen hier Codes oder Chips wie NFC oder Ähnliches?

Wareka: Es geht um das Interface zwischen dem Produkt und dem Handy zum Beispiel auf einer Verpackung. Das kann ein einfacher gedruckter Code sein oder ein Chip. Damit lassen sich verschiedene Anwendungen kombinieren. Jetzt kann man eine gewisse Menge an Informationen in diesen Chip hinein-programmieren oder es wird eine App aufgerufen. Es fällt mir aber noch eine weitere Kombination ein, nämlich mit der Spracherkennung. Es wäre denkbar, durch einen QR-Code, der sich auf einer Verpackung oder auf einem Produkt befindet, den Sie einscannen, nun mit dem Handy zu reden zu beginnen. Ich nehme jetzt ein Beispiel eines Winzers her. Zuerst öffnet sich sein Video, dann fragen Sie, wie viel Alkohol der Wein hat, und mit der Spracherkennung bekommen Sie noch weitere Emp-fehlungen. Oder Sie kommunizieren via Chatbot, das geht mit Chip oder Code.

Hofer: Die Kombinationen sind ja sehr vielfältig. Aber ich denke, gerade für die Kommunikation ist der Zusatznutzen wichtig.

Wareka: Ja, das stimmt. Das eine ist die Schnittstelle und das andere ist die Zusatzinformation, dies können Sie durch jede dieser Schnittstellen erreichen. Wir spielen unser Winzerbeispiel weiter: Sie gelangen in eine Datenbank, in der Sie sich ein Weinrating anschauen oder in der Sie den Wein nachbestellen können. Und begonnen hat alles auf der Verpackung. Das ist ein wirklicher Nutzen für den Kunden.

Hofer: Vielen Dank für das Gespräch, auch in der Zukunft gibt es für die Kreativbranche noch jede Menge zu tun.

Was es mit den Codes und Chips noch auf sich hat, lesen Sie im Artikel Verpackungstrends.
www.marzek.at

Foto: Leadersnet/ A. Felten

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