Bernhard Dockner jun.

Dockner Ges.m.b.H.
Untere Ortsstraße 17
3125 Kuffern,

Tel.: 02786/2194 30
b.dockner@dockner.com

www.dockner.com

Check: Druckdaten

Wer kennt das nicht? Die Druckfreigabe für einen Auftrag kommt in letzter Sekunde und die Daten sollen auf dem schnellsten Weg in die Druckerei gelangen. Gesagt, getan. Doch die Rückmeldung der Druckerei bringt nichts Erfreuliches – die Daten sind für den Druck ungeeignet! Hier eine kurze Checkliste, worauf bei der Erstellung von Druckdaten zu achten ist.

All jene, die sich tagtäglich damit befassen, wissen es ohnehin: Verlassen Sie sich nicht auf die Farbwiedergabe Ihres Monitors. Das Farbmanagement sowie ein kalibrierter Bildschirm sind ein wichtiger Bestandteil bei der professionellen Datenerstellung. Im Zweifelsfall stellt Ihnen die Druckerei Ihres Vertrauens vordefinierte Settings für Ihr Layout-Programm zur Verfügung. Um unangenehme Überraschungen – vor allem bei Bildern – zu vermeiden, achten Sie bereits im Vorfeld darauf, dass Sie im korrekten Farbraum bzw. mit korrekten Profilen arbeiten! Ihren Ausgang nehmen fehlerhafte Druckdaten meistens bereits bei Gestaltung bzw. bei der Konzeption. Diese Checkliste ist vor allem für jene gedacht, die nicht regelmäßig Druckdateien erstellen. Mit diesen Tipps sollte es gelingen, professionelles Datenmaterial herzustellen und von Ihrer Druckerei ein Go zu erhalten.

Checkliste und Infos: professionelle Druckdaten

1. Layout
- Befindet sich alles im Satzspiegel und ist nichts verschoben? Der Satzspiegel ist die Nutzfläche auf einer Seite, die mit Text, Fotos oder Grafiken befüllt wird.
- Sind die Textfenster ausreichend aufgezogen (kein Übersatztext)? Alles, was nicht in den Textrahmen passt und daher auch nicht angezeigt wird, nennt man in der Fachsprache Übersatztext.
- Ist die Beschnittzugabe definiert (mind. 2 mm)?
- Wenn am Seitenrand Objekte stehen, sind sie abfallend (über den Rand hinaus drucken) angelegt?
- Sind eventuelle Anforderungen für die Weiterverarbeitung berücksichtigt – z. B. Falzmuster, verkürzte Seiten usw.?

2. Text und Schrift
- Sind die Schriftarten vorhanden oder sind sie in Pfade umgewandelt?
- Ist ein Sicherheitsabstand zum Seitenrand eingehalten (mind. 4 mm)?

3. Bilder, Farben und Flächen
- Sind alle Bilder, Grafiken und Elemente mit mind. 300 dpi angelegt?
- Sind alle Elemente in den Farbraum CMYK umgewandelt bzw. sind eventuelle Sonderfarben korrekt definiert?
- Sind alle verknüpften Bilder und Dokumente vorhanden und richtig (die letzte Chance zu tauschen)?
- Sind Flächen und Objekte mit Effekten (Transparenz, Schatten o. Ä.) belegt?
- Wenn ja – kontrollieren Sie diese nach der PDF-Erstellung!
- Sind Flächen (bei Bedarf!) auf Überdrucken gestellt?

4. Inhalt
- Stimmen die Seitenzahlen sowie die Seitenreihenfolge überein?
- Tipp: Achten Sie auch auf ein korrektes Impressum!

5. Papier
- Welches Papier wird verwendet? Je nach Papierart (z. B. gestrichenes Papier, Naturpapier, Rollenpapier) sind unterschiedliche Farbprofile erforderlich. Bei schwierigen Bildsujets sollte das bereits bei der Bildbearbeitung berücksichtigt werden.

6. PDF
- Was steckt hinter den PDF/X-Standards? Um ein optimales Druckergebnis zu garantieren, ist es erforderlich, dass Ihre Druckdaten entsprechende Normen erfüllen. Unter PDF/X werden unterschiedliche Normen der ISO (International Organization for Standardization) definiert und zusammengefasst. Diese beschreiben die Eigenschaften von Druckvorlagen als PDF-Dateien, um die vorlagengetreue Übermittlung der Daten zum eigentlichen Druck zu ermöglichen.

Zumeist geht es um PDF/X-1a, das eine farbgetreue Wiedergabe im CMYK-Farbmodell garantiert, bzw. um PDF/X-4, das zusätzlich den RGB-Farbraum abdeckt. Die angelieferten RGB-Daten werden in den Druckereien immer in CMYK umgewandelt, weshalb es eventuell zu Farbverschiebungen kommen kann. Es empfiehlt sich daher, die Daten bereits als CMYK anzuliefern, um hier keine Überraschungen zu erleben.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Erstellung von PDF-Dateien ist die Berücksichtigung der Papiersorte. Jede Papierart (z. B. gestrichene Papiere, Naturpapiere, Rollenpapiere usw.) weist eigene Anforderungen bei der PDF-Erstellung auf. Hier gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Normen, die ständig weiterentwickelt werden. Professionelle Druckereien stellen Ihnen fertig definierte PDF-Settings zur Verfügung, um Ihnen die bestmögliche Prozessstabilität bieten zu können. Diese Profile finden Sie auch kostenlos unter http://www.eci.org/de/downloads.

7. Finale Kontrolle!
Ist das PDF erstellt, gilt es, dieses nochmals zu kontrollieren. Adobe Acrobat® bietet neben einer perfekten Preflight-Funktion auch die Möglichkeit einer Ausgabevorschau (Kontrolle der Farben) sowie einer perfekten Darstellung der Seitenrahmen.

Foto: zefart © 123RF.com

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