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Redaktion Werbemonitor

Betriebsbesuch: rausgebrannt

Modernste Lasertechnologie bietet ungeahnte Möglichkeiten bei Veredelungen. Von filigran bis dickwandig, ein Wiener Unternehmen brennt sich durch Stein, Holz oder Papier in unterschiedlichen Höhen sowie Tiefen und schafft dabei individuelle Werbemittel. Abwechslung pur und weitaus mehr als zündende Ideen, zu sehen beim rausgebrannt-Betriebsbesuch.

Wir landen aus allen niederösterreichischen Richtungen direkt im 21. Bezirk in Wien. Es ist die Betriebsstätte von rausgebrannt, in der die Meisterwerke entstehen. Geschäftsführer Bernhard Rameder empfängt uns herzlich – Obmann Günther Hofer, Geschäftsführer Clemens Grießenberger, Maria Weinhofer, Laurentius Mayrhofer und Sabine Wolfram. Wir sind mit vielen Fragen im Gepäck angereist und mit großer Neugierde angekommen, um den Laserspezialisten in Bezug auf seine Produkte zu löchern. In einem Besprechungsraum sind viele beeindruckende Beispiele in Regalen aufgereiht, die das Unternehmen für seine Kunden bereits hergestellt hat. Bernhard Rameder erklärt uns die Aufgabenstellungen zu den Projekten und erzählt von den Materialien. Der Experte arbeitete ursprünglich für eine amerikanische Firma, welche die Laserbearbeitungsmaschinen herstellte. So kannte er die Möglichkeiten. Er kam auf die Idee, sich selbstständig zu machen, und stieß bei der Gründung auf die Problematik der Gewerbeeinordnung. Denn zu welchem Beruf gehören die Leistungen, die auf der modernsten Lasertechnologie basieren? Nach einem Kurzstopp bei den Schlossern kam er dann glücklicherweise und genau richtig bei der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation an. Seit 2007 bietet das Unternehmen mit rund sechs Mitarbeitern diese außergewöhnliche Dienstleistung an zwei Standorten an. Das Büro befindet sich im sechsten Bezirk in Naschmarktnähe und die Produktion in Floridsdorf.

Bernhard Rameder im Wordrap

„Jeder hätte gerne etwas Ausgefallenes, aber oft scheitert es dann an den Kosten.“
Bernhard Rameder

Werbemonitor: Was macht rausgebrannt?

Rameder: Wir realisieren mittels modernster Technologien Ideen und stellen individuelle Werbemittel her. Unsere Kunden erhalten von uns Beratung, wir bieten die Entwicklung eines Produktes auch mit außergewöhnlichen Materialien und dessen Umsetzung an.

Werbemonitor: Welche Materialen können Sie bearbeiten?

Rameder: Mittlerweile so ziemlich alles. Der Bogen spannt sich von Holz, Papier, Edelstahl, Leder, Aluminium, Plexiglas, Blättern, Filz und Stoffen bis hin zu Stein.

Werbemonitor: Was eignet sich weniger?

Rameder: Edelmetalle wie Gold und Silber oder Messing. Ebenso alles baumwollhaltige, weil die Fasern zu reißen beginnen.

Werbemonitor: Mit welchen Materialstärken könnten Sie arbeiten?

Rameder: Es kommt auf das Material an, zum Beispiel beim Holz liegt das Limit bei etwa zwei Zentimetern.

Werbemonitor: Wenn Papier zum Einsatz kommt, ab welcher Stärke funktioniert die Lasergravur?

Rameder: Schon ab 80 Gramm. Je dicker das Papier ist, desto tiefer kommen wir beim Lasern hinein.

Werbemonitor: Muss man das Material immer komplett durchbrennen?

Rameder: Nein, denn der Laser kann höher und tiefer eingestellt werden, das hat mit  der Stärke der Energie zu tun, die in der Soft-ware geregelt wird. Dementsprechend sind die unterschiedlichen Materialien zu bearbeiten, zu schneiden und zu brennen.

Werbemonitor: Mit welchen Stückzahlen arbeiten Sie?

Rameder: Wir können von sehr kleinen Auflagen bis zu sehr großen alles anbieten.

Werbemonitor: Wer sind Ihre Kunden?

Rameder: Bis vor Kurzem waren rund 80 Prozent unserer Auftraggeber Werbeagen-turen. Das hat sich komplett gedreht, denn in vielen Kreativbetrieben wurden die Producer, die das Fachwissen hatten und Neuerungen am Markt kannten, komplett eingespart. Jetzt kommen die Kunden und Marketingverantwortlichen direkt auf uns zu, was letztendlich auch mit unserem Eigenmarketing zu tun hat.

Werbemonitor: Kann man ohne Rückstände lasern?

Rameder: Meistens verbindet man Laserschnitt mit den braunen Rändern. Abhängig vom Papier (Offset oder Bilderdruckpapiere sind nicht sehr geeignet dafür) und dessen Inhaltsstoffen sieht man mehr oder weniger. Es gibt eine Ober- und eine Unterseite, weißes Papier ohne Rückstand zu schneiden, geht nicht.

Werbemonitor: Haben Sie das Gefühl, dass der Markt, in dem Sie tätig sind, wächst und Kreative damit aus dem Gemisch an Produkten herausstechen möchten?

Rameder: Ja, davon bin ich überzeugt. Allerdings ist es auch so, dass jeder das möchte, aber oft ist dann auch der Preis das Hinder-nis. Denn es ist das Verständnis verloren gegangen, welcher Aufwand da oft dahin-tersteckt. Es sieht fast niemand, was bei den einzelnen Projekten gemacht wird und warum das nicht so einfach geht.

Die Beschreibungen zu den Arbeiten in der Fotogalerie finden Sie im Print-Werbemonitor 05/2017!

rausgebrannt e. U.
Hofmühlgasse 22, 1060 Wien
T: 01/99 71 673
www.rausgebrannt.at

Fotos: leadersnet/Mikkelsen

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

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