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Künstliche Intelligenz: Freund oder Feind?

Fast 97 Prozent der Deutschen haben schon einmal von Künstlicher Intelligenz (KI) gehört. Sie wird zumeist mit selbstlernender Software, Robotern oder mit autonom handelnden Systemen in Verbindung gebracht. KI als unsichtbarer Assistent wird künftig vor allem in der Gesundheit, Freizeit, Mobilität und im Beruf an Bedeutung gewinnen. In einem Online-Survey wurden mehr als 2.000 Erwachsene in Deutschland zu ihren Erfahrungen, Wünschen und Hoffnungen rund um KI befragt. Fest steht: KI ist gekommen, um zu bleiben.

Es gibt nervige Alltagssituationen, die wir alle gerne vermeiden würden: Staus, stundenlanges Warten beim Arzt und mehr. Genau hier könnten uns kleine Helfer diese zeitfressenden Aufgaben abnehmen und sogar Wartezeiten verkürzen, das alles könnte KI für uns erledigen. Im Zuge der Umfrage „Spotlight: Künstliche Intelligenz“ hat Group M mit [m]SCIENCE Einsatzmöglichkeiten von KI zusammengefasst und dabei spannende Erkenntnisse gewonnen.

Tatsache ist: KI ist keine Science Fiction mehr, sondern längst beim Konsumenten angekommen. In den Bereichen Automobil (67 Prozent), Unterhaltungselektronik (63 Prozent), Telekommunikation (59 Prozent) und Medizin (56 Prozent) gehört KI schon heute für viele Deutsche zum festen Bestandteil ihres Alltags. In fünf Jahren sollen intelligente Putzroboter (46 Prozent), Smart-Home-Anwendungen (42 Prozent) und selbstfahrende Autos (28 Prozent) gefragt sein. Ebenso bei unbeliebten oder zeitaufwändigen Aufgaben, z. B. der Steuererklärung, erhofft sich in Zukunft mehr als jeder zweite Deutsche (52 Prozent) wertvolle Unterstützung durch KI. Rund ein Drittel (32 Prozent) würde sich im Krankheitsfall sogar von einem KI-gesteuerten Sprachassistenten medizinisch beraten lassen, anstatt zum Arzt zu gehen.

Doktor KI
Die Deutschen meinen, KI könne besonders nützlich für die Gesundheit sein. Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) nutzt sie bereits für das Fitness- und Gesundheitstracking. In fünf Jahren würde nahezu jeder zweite Deutsche (44 Prozent) die Gesundheitswerte von einer KI überwachen lassen. 15 Prozent könnten sich zudem vorstellen, dass KI-gesteuerte Sprachassistenten in Zukunft einen Psychotherapeuten ersetzen und ihnen ein Freund sein könnten. Profitieren werden nach Ansicht der Befragten vor allem Menschen mit körperlichen Defiziten, die von KI im Alltag unterstützt werden (79 Prozent). Weitere Vorteile für die Gesundheit sehen die Befragten in den Möglichkeiten für eine innovativere Forschung (64 Prozent) und in anderen Wegen, Krankheiten besser diagnostizieren und behandeln zu können (59 Prozent).

KI regelt Verkehr
Die größten Wachstumspotenziale von KI sehen die Deutschen im Auto (73 Prozent). KI-gesteuerte Fahrassistenzsysteme werden zwar bislang nur von sechs Prozent genutzt. Doch beim Thema Navigation (47 Prozent) und der Steuerung von Multimedia-Anwendungen (41 Prozent) liegen intelligente Sprachassistenten bereits voll im Trend. Ein Mehrwert wird zudem beim Kampf gegen den Verkehrskollaps erkannt. 61 Prozent sind davon überzeugt, dass KI einen wesentlichen Beitrag leisten kann, die zunehmenden Staus im Straßenverkehr zu reduzieren. Mehr als jeder Vierte glaubt, dass sich selbstfahrende Autos in den nächsten fünf Jahren durchsetzen werden.

Kollege KI
Für knapp jeden fünften Deutschen (21 Prozent) spielt KI schon heute eine Rolle im Beruf oder in der Ausbildung. Was sie dabei sehen, ist der Vorteil, körperlich belastende Tätigkeiten (81 Prozent) und häufig anfallende Routineaufgaben (76 Prozent) durch KI auf Maschinen zu übertragen. Fast jeder Zweite geht davon aus, dass die Arbeit durch KI weniger fehleranfällig wird (49 Prozent). Gleichzeitig orten unsere Nachbarn jedoch Gefahren: Arbeitskräfte könnten durch KI ersetzt werden (73 Prozent). Besonders gefährdet sind Berufe in den Bereichen Produktion und Verarbeitung (75 Prozent), Logistik und Transport (72 Prozent) sowie IT und Datenverarbeitung (66 Prozent).

DJ KI
Gerade in der Freizeit spielt KI ein Rolle: beim Musikhören (51 Prozent, in fünf Jahren: 68 Prozent), online Einkaufen (23 Prozent, in fünf Jahren: 51 Prozent), Spielen (13 Prozent, in fünf Jahren: 31 Prozent) oder beim Essen bestellen (10 Prozent, in fünf Jahren: 40 Prozent). Vor allem in Übersetzungsprogrammen (45 Prozent), Empfehlungsdiensten (43 Prozent) und digitalen Sprachassistenten (28 Prozent) kommt KI immer wieder zum Einsatz.

KI: Freund oder Feind?
Jedenfalls haben fast alle Deutschen (97 Prozent) schon einmal davon gehört. Über drei Viertel (79 Prozent) können den Begriff KI erklären. Trotz der generellen Technik-Skepsis der Deutschen stehen der KI mehr Befragte positiv (38 Prozent) als negativ (16 Prozent) gegenüber. Nutzen und Risiko halten sich dabei für die Mehrheit die Waage. Als Hauptrisiken von KI werden Kontroll- und Sicherheitsverlust (29 Prozent), eine hohe Fehleranfälligkeit und damit eine geringe Sicherheit (16 Prozent) sowie eine mögliche Arbeitsplatzgefährdung genannt (13 Prozent).

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Foto: iStock.com/IGphotography

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