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Redaktion Werbemonitor

Digital Estonia

Gemeinsam mit der Außenwirtschaft und der Sparte Information und Consulting ging die diesjährige Fachreise nach Estland. Obmann Günther Hofer war mit dabei und fasst seine Eindrücke aus dem „Wunderland“ der Digitalisierung zusammen.

In Estland hat sich die Informationsgesellschaft schon durchgesetzt: 100 Prozent Internetanbindung für Regierungseinrichtungen, 75 Prozent der Haushalte haben einen Breitbandanschluss, 99 Prozent der Banküberweisungen erfolgen digital, 95 Prozent der Einkommensteuererklärungen werden elektronisch erledigt, die Elektronische Unterschrift ist allgegenwärtig, 99 Prozent der Rezepte und 95 Prozent der Gesundheitsdaten sind digitalisiert.

In Estland wohnen rund 1,3 Millionen Menschen, das gesamte Land umfasst knapp über 45.000 km2. Im Zentrum steht die X-Road – eine serverbasierte große „Wolke“, bei der jeder Este eine Karte mit einer persönlichen Nummer erhält. Auf dieser ist sein ganzes Leben gespeichert, dazu gehören die Sozialversicherungsnummern, Steuernummern, Gesundheitsdaten bis hin zur Möglichkeit, digital zu wählen. Die Karte dient als Schlüssel, sogar für Parkhäuser und U-Bahnen. Seitens der Bevölkerung wird alles gut angenommen. Dazu muss man wissen, dass in Estland praktisch keine Industrie vorherrscht und das Land andere Wege suchen musste. Wichtig: Die Jungen hatten das Thema zwar schneller im Griff, aber die ältere Generation wurde eingebunden, sodass niemand außen vor bleibt.

Interessant waren natürlich die Betriebsbesuche. Viele Start-ups setzen auf Work-Life-Balance. Nicht nur Geld soll das wichtigste Thema für Mitarbeiter sein, sondern auch, dass es ihnen im Job gut geht. Dies gilt selbst für große Unternehmen, die gleich mehrere Stockwerke umfassen, etwa für Pipedrive (ein Softwareunternehmen, das Kunden CRM-Tools und Vertriebssoftware anbietet). Hier ist auf jeder Ebene eine ähnliche Struktur vorhanden, mit Küchen, Rückzugsräumen und toll gestalteten Büros. Besonders beeindruckend war der Besuch der Schule Tallinn21. Hier sind Schüler vom Volksschulalter bis zur Matura untergebracht, es unterrichten dynamische und junge Lehrer. Die Kinder beginnen schon ab dem Kindergartenalter, Englisch zu lernen. Obwohl es den hohen Grad der Digitalisierung gibt, lernen die Kinder später in der Schule mit Büchern und dem Computer. Hinzu kommt die Robotikklasse, in der 8- bis 10-jährige Kinder mit zuvor zusammengebauten Legomodellen programmieren lernen. Fazit: Die Reise war wirklich jede Minute wert!

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

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