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Redaktion Werbemonitor

Surprise, surprise ...

Alle Jahre wieder findet sich die Fachjury zusammen, um zu bewerten, welche Arbeiten sich abheben und einen Goldenen Hahn abräumen. Nahezu einig waren sich die Juroren, dass heuer viele positive Überraschungen dabei waren. Bemängelt wurde bei einigen Projekten die Beschreibung, die scheinbar zu wünschen übrig ließ. Summa summarum: ein ganz starker Einreichjahrgang.

Am 26. April war es wieder so weit. Die Fachjury trat zusammen, um die Siegerprojekte herauszufiltern. Die Stimmung war sehr locker, die Juroren machten sich mit Freude, Fachwissen und Neugierde an die Nominierungen heran, um die besten Arbeiten zu küren. Konzentriert und mit Spaß ging es quer durch alle Kategorien. Einige der Juroren waren das erste Mal dabei, einige zählen zum „Stammpublikum“. Die Mischung macht es aus! Hier ein paar Eindrücke.
Johannes Zederbauer, Geschäftsführer der NDU, kennt den Goldenen Hahn seit vielen Jahren und ist treues Jurymitglied. Er meint: „Ich denke, dass Kreativität, Wirkung und Vielfalt im Vergleich zum letzten Jahr gestiegen sind. Es sind Elemente dabei, bei denen ich Gänsehaut bekomme. Davon fühle ich mich berührt und bin von dem Thema und der Botschaft gefangen.“ Gerlinde Riedl, Geschäftsführung Stadt Wien Marketing, war von der Vielfalt sehr beeindruckt. Sie war das erste Mal zu Gast in der Jury und stellt fest: „Die Einreichungen zeigen, welche Kreativität und welches Potenzial in dieser Branche stecken.“  

Auch der ORF-Profi und erfahrene Redakteur Otto Stangel war neu dabei. Er empfand die Jurysitzung als sehr angenehm, locker und professionell. Vor allem war sie aus seiner Sicht gut vorbereitet und die Kategorien interessant. Er sieht einen großen Qualitätsunterschied zwischen den einzelnen eingereichten Projekten und stellt fest: „In manchen Kategorien, z. B. bei der Kampagne, fragt man sich schon, ob die dafür eingereichte Arbeit überhaupt eine solche ist ...“ Er bewertet emotional, nach dem ersten Eindruck und ob ihn die Arbeit anspringt, ihn packt oder eher langweilt, weil es etwas ist, das er schon unzählige Male gesehen hat.

Wieder dabei in der Jury war Monika Racek, Vorstandsvorsitzende der Admiral Casinos und Entertainment AG. Sie erklärt: „Ich habe das Gefühl, dass die haptischen Muster in diesem Jahr um einiges kreativer, spannender und abwechslungsreicher waren. Das ist mir sofort aufgefallen.“ Es gab für sie auch negative Überraschungen. Bei einer Produkt-Präsentation etwa hat man genau das Produkt nicht gesehen. Sie fragte sich, was damit erreicht werden will.

Dieter Scharitzer, WU-Professor, folgt der Einladung in die Jury immer wieder gerne. Er ist begeistert: „Heuer ist wirklich ein ganz starker Einreichjahrgang. Ich selber habe mich eher im oberen Drittel eingependelt, wo man sehr, sehr gute Bewertungen geben kann. Da ist es technisch professionell und das ganze Werk wirklich gut. Am Ende ist es dann doch die Kreativität, die entscheidet. Manchmal sind die Arbeiten gut gemacht, aber eben nur gut gemacht.“  

„Es sind durchwegs interessante Einreichungen und sehr schöne Arbeiten dabei“, stellt Andreas Ladich, Leiter Werbung und Marketing am Flughafen Wien, fest. Er sieht, dass sowohl Herzblut als auch Überlegungen in den Arbeiten stecken. Umso schwieriger sei es dann in der Jury, darüber zu urteilen. „Bei manchen Arbeiten waren wir uns als Jury nicht sicher, ob sie in der richtigen Kategorie eingereicht wurden. Es liegt aber eher an der Vermittlung, was eingereicht wurde und warum genau in dieser Kategorie.“

Für Ursula Winter, Sales- und Marketing-Managerin im Casino Baden, war es die erste Jurysitzung beim Goldenen Hahn. Sie meint: „Die Arbeiten sind grundsätzlich alle sehr hochwertig. Es ist sehr interessant, wie die Agenturen an die Sache herangehen und was sich der Auftraggeber erwartet. Es waren einige Überraschungen dabei und zwar dahingehend, wie man etwas präsentiert – sowohl positiv als auch negativ.“

Neu in der Jury war Jürgen Hofer, Chefredakteur des Fachmagazins Horizont. Er findet: „Es ist schön, zu sehen, dass es eine große Bandbreite gibt, in der Kreativleistungen erbracht werden. In der qualitativen Ausgestaltung der Arbeiten gab es natürlich Unterschiede, es waren viele gute, aber auch einige herausragende Arbeiten dabei.“ Er verschafft sich bei seiner Bewertung einen kurzen ersten Eindruck, denn dieser zählt. Qualitativ geht er die vorgegebenen Bewertungskriterien durch. Meistens ist er sich aber schon sehr früh sicher.   

Fast schwer fällt Ilse Koinig, Leiterin Werbeflächenvermarktung am Flughafen Wien, die Bewertung, weil sie „eine tolle Auswahl“ gesehen hat und „alles so gut dabei war“. Ihre Kriterien bei der Bewertung sind, wie sie das Projekt persönlich anspricht, ob es ihr gefällt oder wie übersichtlich das Projekt aufgebaut ist, z. B. bei einer Website. „Fachlich bewerte ich, ob die Werbebotschaft, die man kommunizieren will, auch gut vermittelt wird. Hinzu kommt das Erscheinungsbild und wie es ankommt.“reicht wurden. Es liegt aber eher an der Vermittlung, was eingereicht wurde und warum genau in dieser Kategorie.“

Fotos: Leadersnet/M. Millmann

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