Im Werbemonitor suchen

Themen, Personen, Tipps & Leistungen:

Gewinnen lernen

In Schlüsselmomenten die beste Leistung abrufen

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation setzt schon seit Jahren gezielte Aktionen rund um betriebliches Gesundheitsmanagement. Neben Ski- und Wandertagen sowie spannenden  Vorträgen gibt es in jeder Ausgabe einen Bericht rund um Gesundheit, Bewegung und Stressabbau.

Gerade von Sportlern kann sich jeder in Bezug auf Training, Disziplin und mentales Training viel abschauen. Karina Toth, die charmante Moderatorin beim Verleihungsevent Goldener Hahn 2022, kommt ursprünglich aus dem Profisport. Sie spielte in der österreichischen Curling-Nationalmannschaft. Sie führte gekonnt durch die Preisverleihung des Goldenen Hahn 2022 und ließ sich weder durch den Geräuschpegel aus dem Publikum, das enge Zeitkorsett des Programms noch durch aufregende Showacts aus der Ruhe bringen. Karina Toth, heute Moderatorin und Sprecherin, hat ihre Wurzeln im Sport und dabei viel gelernt. Wir haben die Zeit genutzt und der sympathischen Tirolerin einige Fragen gestellt. Wie in der Branche üblich, sind wir per Du.

Ich habe mit­genommen, das eigene Ego zurückzustecken.

Werbemonitor: Karina, Sport, Curling und die Nationalmannschaft – wie kam es dazu?

Toth: Als ich ein Kind war, stand die einzige Curlinghalle Österreichs direkt hinter unserem Haus. Eines Tages bin ich mit meiner Volksschulklasse dort spielen gegangen und dabeigeblieben. In der Jugend wurde der Druck größer, weil wir ein relativ gutes Team waren und schon bei Juniorenweltmeisterschaften teilnahmen. Nach ca. drei Jahren Pause aufgrund unserer abfallenden schulischen Leistungen habe ich mit 19 wieder begonnen zu spielen. In Folge nahmen wir an ca. zehn Damen- und mehreren Mixed- und Mixed-Doubles-Europa- und Weltmeisterschaften teil. Leider ist der Sport in Österreich nur wenig bekannt und beliebt, aber bei den Olympischen Spielen darf ich für den ORF co-kommentieren. Hier habe ich die Möglichkeit, den Menschen den Curlingsport ein bisschen näherzubringen.

Welche Erfahrungen nimmst du aus dieser Zeit mit?

Ich habe definitiv viel mitgenommen, vor allem, sein eigenes Ego zurückzustecken – auch wenn man das in dem Moment vielleicht nicht möchte. Ein großer Schritt war für uns das „Gewinnenlernen“, das sich erst nach einigen Jahren einstellt. D. h. in Schlüsselmomenten die beste Leistung abzurufen und sich auch zu trauen, den Sack zuzumachen. Das hilft mir im  Privaten und Beruflichen enorm weiter. Ein anderer Aspekt ist die Disziplin, das Investieren von Zeit und Energie, um seine Ziele zu erreichen.

Warum hast du mit dem Sport aufgehört?

Da Curling leider in unseren Breiten nur bedingt bekannt ist, fehlt es an allen Ecken und Enden an Förderungen und Sponsoren. Das bedeutet, dass man davon nicht leben kann und in weiterer Folge irgendwann die Zeit fehlt, weil man einem geregelten Beruf nachkommen muss. Bei mir sind dann noch meine kleinen Zwillinge dazugekommen.

Was hast du aus der Zeit beibehalten?

Ich habe definitiv die Begeisterung für den Sport generell mitgenommen, die Emotionen, wenn etwas gelingt oder nicht gelingt. Aber auch die Faszination für große Sportler, die ihr Leben diesem Ziel widmen und jahrelang dafür arbeiten, irgendwann ganz oben stehen zu können.

Jetzt bist du Moderatorin – wieso? Was magst du dabei besonders gerne?

Der Kontakt zu Menschen macht mir beim Moderieren am meisten Spaß. Ich schaue gerne in glückliche Gesichter und lerne neue Leute kennen. Dazu kommt die Abwechslung, sowohl bei Sportevents als auch bei Veranstaltungen von verschiedenen Unternehmen. Mittlerweile machen mir die Anspannung und die „Challenge“ sehr viel Spaß – je größer die Veranstaltung, desto größer die Herausforderung.

Für langfristige Ziele braucht man viel Geduld und das Ver­ständnis, dass man nur einen Schritt nach dem anderen
machen kann.

Ich bin z. B. sehr gerne bei „Live-Events“ im Fernseh- oder Onlinebereich, weil man nur eine Chance hat zu performen und dort fast immer seine beste Leistung abrufen kann.

Welche Erfahrungen kannst du aus Interviews mit Sportlern mitnehmen?

Obwohl es für den Sportler manchmal vielleicht nicht optimal ist (etwa nach einer knappen Niederlage), finde ich kritische Fragen im Sportbereich sehr wichtig. Denn der echte Sport-Fan möchte diese Fragen beantwortet haben. Außerdem glaube ich, dass es sehr wichtig ist, die sportlichen Details aufzugreifen, um dem Zuhörer bzw. Zuseher einen echten Mehrwert bieten zu können.

Welche Tipps hast du für EPU, Agenturen oder Kreativbetriebe in Bezug auf Kraft, mentale Stärke, Zielsetzungen etc.?

Viele Erfahrungen habe ich nicht nur im Sport selbst gemacht, sondern durch  meine gesundheitlichen Probleme mit Anfang 30. Ich glaube, dass es immer wichtig ist, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Was ist mir wirklich wichtig? Welche Ziele (kurz-, mittel- und langfristig) möchte ich verfolgen und welche sind nur nebensächlich? Oft werfen einen Kleinigkeiten aus der Bahn, die eigentlich keine Rolle spielen sollten. Außerdem braucht man für langfristige Ziele viel Geduld und das Verständnis, dass man nur einen Schritt nach dem anderen machen kann. Ich habe  lange Zeit meinen beruflichen Weg aufgrund meiner Ausbildung (Jus-Studium) und aus Bequemlichkeit gewählt, ohne wirklich in mich hineinzuhören, was mir Freude bereitet und was ich gut kann. In der  Phase meiner Krankheit habe ich mir oft die  Frage gestellt, was ich denn eigentlich am liebsten  mache – und das war und st das Moderieren. Sonst  hätte ich den Schritt in die endgültige Selbstständigkeit vielleicht nie gewagt. Das ist vielleicht noch ein Learning bei mir: Jeder Rückschlag und jede Krise  bieten eine Chance, sich zu verändern!

Vielen Dank für deine offenen und ehrlichen Antworten!

Die Datenverbindung wurde unterbrochen, klicken Sie auf Aktualisieren um die Verbindung wieder herzustellen.

Eine Unterbrechung der Datenverbindung verhinderte das Laden der Seite. Die Seite reagiert erst nach dem Aktualisieren wieder. Aktualisieren 🗙