Redaktion Werbemonitor

Werberat: Beschwerdebilanz 2020

Die Stopp-Entscheidungen gingen stark zurück, obwohl die Beschwerden grundsätzlich stiegen, vor allem im Bereich „Ethik und Moral“. Geschlechterdiskriminierende Werbung liegt nach wie vor an erster Stelle der Beschwerdegründe. Interessant:  in der Zeit des ersten coronabedingten Lockdowns schnellten die Zahlen ebenfalls in die Höhe.

Im Jahr 2020 wurden mehr Beschwerden beim Österreichischen Werberat eingebracht als im Vorjahr. Die 411 (2019: 338) eingebrachten Beschwerden haben zu 241 (2019: 206) Entscheidungen geführt. So sprachen sich die Werberäte in elf beanstandeten Fällen für einen Stopp aus, und das bei deutlich mehr Entscheidung (241) als die Jahre zuvor. Im Vergleich kam es 2019 in 22 Fällen zu einer Stopp-Entscheidungen, bei insgesamt 206 Entscheidungen. In acht Fällen kam es zu Sensibilisierungssprüchen (2019: neun) und 51-mal wurde mit „Kein Grund zum Einschreiten“ (im Vergleich 2019: 50) bewertet. Der ÖWR wertet die Halbierung der Stopp-Entscheidungen als positives Signal für das verantwortungsvolle Agieren von werbetreibenden Unternehmen.

Im Zeitraum März bis Mai 2020 – während des Lockdowns – erreichten den ÖWR 102 Beschwerden, welche zu 64 Entscheidungen führten. Im selben Zeitraum des Vorjahres wurden lediglich 65 Beschwerden eingebracht, die zu 39 Entscheidungen führten. Der Anstieg der Beschwerden in dieser Zeit ist vermutlich auf eine verstärkte Mediennutzung der Konsumenten zurückzuführen.

Es gab einige Beschwerden, die auf einen nicht ausreichend sensiblen Umgang mit der Pandemie Bezug nehmen. „Geschlechterdiskriminierende Werbung“ führt, wie in den Jahren zuvor, das Ranking mit 78 Entscheidungen (2019: 76) an. Auf Platz zwei folgen „Ethik und Moral“ und „Irreführung und Täuschung“ auf Platz drei. Bei den Medien steht TV ganz vorne, danach kommen „Website“ sowie Plakate/Citylight.

Mehr Zahlen, Daten und Fakten:  www.werberat.at

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