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Redaktion Werbemonitor

NÖ-Marketing Breakfast bei der NÖM

Das erste NÖ-Marketing Breakfast im neuen Jahr führt uns in die Niederösterreichische Molkerei. Neben Zahlen, Daten und Fakten erfahren wir viele Geschichten rund um den Paradebetrieb in Baden. Innovative und frische Kostproben inklusive.

1898 nimmt die Erfolgsgeschichte der von Franz v. Pirko in Wien 20 gegründeten „Niederösterreichischen Molkerei reg. Genossenschaft GmbH“ ihren Lauf. Heute ist das Unternehmen – mit Expansionen, Sanierungen, Börsengängen und Zukäufen – zu einer internationalen Größe herangewachsen: 45 Prozent Exportquote, 382 Mio. Umsatz (2018) und 712 Mitarbeiter.  Die Produktion läuft rund um die Uhr. 2800 österreichische Vertragsbauern beliefern das Unternehmen, allerdings wird die Milch aus Gründen der Nachhaltigkeit nur im Umkreis bis 150 km gesammelt.  Noch drei beeindruckende Zahlen: Es werden 1.200.000 Mio. Liter Milch am Tag verarbeitet, das sind 60.000 Liter in der Stunde, und in jeder Sekunde werden 42 Artikel in der Molkerei hergestellt. Das Sortiment umfasst 800 Produkte, mit 100 Grundmassen und 200 Fruchtmischungen. Übrigens, das beliebte „fru fru“ ist quasi das älteste Fruchtjoghurt Österreichs. Sein genaues Alter ist leider nicht mehr bekannt, vermutlich hat die Erzeugung in den 1920ern begonnen. Eines der ersten Testimonials war der berühmte Fußballer Matthias Sindelar, dem das Produkt schmeckte.

Alfred Berger, Vorstand Marketing und Verkauf, ist schon über 20 Jahre im Unternehmen tätig. Er plaudert locker und flockig aus dem Nähkästchen. Sein Credo für das Marketing: 90 Prozent Hard Facts und 10 Prozent Inspiration. Marketing beruht auf profunden Zahlen, Daten und Fakten.  Wirtschaftlichkeit und ein tiefgreifendes Marktverständnis sind die Basis für Marketingentscheidungen. Die NÖM ist schon seit 2016 CO2-neutral und war die erste Molkerei Österreichs, die auf Nachhaltigkeit gesetzt hat. Hinzu kommt: Die NÖM-Milchbauern sind Familienbetriebe aus Niederösterreich, dem Burgenland und der östlichen Steiermark, deren Kühe seit 2009 ausnahmslos gentechnikfreies Futter bekommen.


Marketing: 90 Prozent Hard Facts und 10 Prozent Inspiration

Peter Salzinger ist der Verkaufsleiter für den Export und für das B2B-Geschäft zuständig. Der Prokurist steht uns für ein Interview zur Verfügung, in dem wir noch gezielte Fragen zum Marketing stellen können.

Wie groß ist das Marketingteam in Österreich?
Wir haben unser Team sehr spezialisiert aufgestellt. Mein Kollege Erik Hofstädter hat die gesamte Leitung für die Strategie, Marketing und Innovation übernommen. Mit seinem Team, der Marketingleitung und sechs Mitarbeitern decken wir das ab.

Wie viele NÖM-Produkte gibt es insgesamt?
Die NÖM produziert so um die 800 Artikel, die in Produktgruppen zusammengefasst sind, z. B. Butter, Joghurt, Milch sowie die Milchmischgetränke als Spezialthemen. Entscheidend sind noch die Schwerpunkte wie süß, salzig, sauer, funktional oder für den Genuss.

Sie arbeiten mit externen Agenturen zusammen?
Nein, wir haben schrittweise alle Agenturagenden inhouse geholt. So können wir rascher und effizienter in einer dynamischen Branche wie der Milchwirtschaft agieren. Wir haben auch ein eigenes Grafikerteam direkt im Haus, das täglich mit verschiedenen Adaptionen beschäftigt ist. Es sind ja permanent Informationen auf den Packungen zu ändern. Wie mein Kollege Alfred Berger schon meinte: Marketing ist 90 Prozent Hard Facts und 10 Prozent Inspiration.

Wie betreiben Sie die internationale Kommunikation?
Die internationale Kommunikation passiert im Gegenzug zu Österreich in jedem Land gemeinsam mit lokalen Agenturen. In Italien ist es ohnehin eine eigene Gesellschaft, die das steuert, mit einem eigenen Marketing- und Produktmanagementteam, das sich um die Tagesarbeit kümmert. Selbstverständlich arbeitet die italienische Tochter mit örtlichen Werbedienstleistern zusammen, gerade im Designprozess, um hier modern zu sein – oder auch wenn es darum geht, eine Kommunikationsstrategie festzulegen. Wir haben voriges Jahr in Italien das erste Mal auch im TV geschalten.

Wie können wir uns das vorstellen, für so viele Produkte eine Marketingstrategie zu erarbeiten?
Im ersten Schritt geht es darum, zu entscheiden, wo wir wachsen wollen. Das ist ein Wachstumspfad – das Bestehende zu halten und zu schauen, dass man nichts verliert, also wie wir das in der Marke so attraktiv machen, dass man nicht an die Handelsmarken verliert. Jede Flasche oder Packung, die wir unter der Marke verkaufen, zahlt ins Marketing ein, nicht nur ins Budget. Dann gibt es noch die innovativen Sortimente, mit denen wir wachsen wollen. Hier definieren wir Schwerpunkte,  z. B. Protein. In Österreich können wir diesbezüglich eine große Erfolgsgeschichte aufweisen und die Produkte wieder leichter in anderen Ländern ausrollen. Natürlich gibt es Länderspezifika. Als Beispiel möchte ich Kefir anführen – damit haben die Italiener vor rund fünf Jahren begonnen, mittlerweile gibt es ein ganzes Sortiment.

Wie viel Prozent Ihres Umsatzes fließen ins Marketingbudget?
Wenn man Österreich und Italien zusammennimmt, sind es ungefähr 10 Prozent des Markenumsatzes.

www.noem.at

Fotos: Leadersnet/A. Felten

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