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Goldener Hahn 2026: ein Abend, der glänzte

ECHT.GOLD.WERT

Goldener Hahn 2026: ein Abend, der glänzte
Foto: Katharina Schiffl

Ybbs an der Donau – die Stadthalle liegt direkt am Wasser und der Blick reicht weit. Statt Sommertemperaturen gibt es mildes Septemberwetter und das warme Herbstlicht legt schon beim Ankommen einen goldenen Glanz über die Szenerie. Fast, als hätte das Wetter das Motto gelesen: ECHT.GOLD.WERT.

Diesmal startet der Goldene Hahn anders. Alle Nominierten sowie die Jurorinnen und Juroren sind vorab zu einem Round Table eingeladen. Im Mittelpunkt: Jason Romeyko, international renommierter Creative Director und Juryvorsitzender des Goldenen Hahn 2026. Er schaut in seinem Impulsvortrag nicht nur auf das, was die Kommunikationsbranche gerade beschäftigt, sondern gleich noch eine Ecke weiter. Doch bei aller Inspiration steht eine Frage längst im Raum: Wer nimmt heute einen Goldenen Hahn mit nach Hause?

Dann wird vor der Pressewand gelächelt, posiert und schon einmal ein bisschen Siegerluft geschnuppert. Die Plätze werden eingenommen und auf der Bühne übernimmt einer, der mit großen Gesten eher sparsam umgeht: Dirk Stermann. Mit trockenem Humor, pointierten Bemerkungen und dem einen oder anderen Seitenhieb führt er durch den Abend und sorgt dafür, dass zwischen all der Spannung ordentlich gelacht wird. Dann gehören die Scheinwerfer den Projekten und Kreativbetrieben. Alles läuft wie am Schnürchen, bis plötzlich der Feueralarm losgeht. Der Saal wird geräumt, die Feuerwehr rückt an und für einen kurzen Moment schauen alle etwas verdutzt. Zum Glück ist schnell klar: Fehlalarm! Einmal tief durchatmen, zurück auf die Plätze und weiter geht’s. An diesen Goldenen Hahn wird sich wohl wirklich jede und jeder erinnern.

ECHT.GOLD.WERT
Das Motto passt an diesem Abend nicht nur zur Trophäe. Es erzählt auch, was hinter den ausgezeichneten Projekten steckt. Für Wolfgang Kessler, Fachgruppenobmann-Stv. und Projektleiter des Goldenen Hahn, zeigt sich die Qualität des Wettbewerbs vor allem in den Arbeiten selbst. Hinter jeder Auszeichnung stehen Menschen, Ideen, Diskussionen und viel Arbeit. Genau diese Leistung soll mit dem Goldenen Hahn sichtbar gemacht werden. 

Fachgruppenobmann Andreas Kirnberger bringt es auf den Punkt: Der Goldene Hahn entwickelt sich vom Kreativwettbewerb zum Qualitätssiegel für wirksame Kommunikation. Und schon die Nominierung ist eine Auszeichnung. Schließlich musste jede Arbeit auf der „Road to Gold“ mehrfach überzeugen, bevor sie es an die Spitze geschafft hat.

Die Kulinarik ist wie gewohnt exzellent, die Auswahl reicht von herzhaft bis süß – und auch die Drinks sorgen für den passenden Glanz im Glas. Ohnehin verlagert sich jetzt vieles von der Bühne hinaus ins Foyer zum Netzwerken. Denn das gehört zum Goldenen Hahn genauso dazu wie Jury, Bühne und Trophäe: eine Branche, die zusammenkommt, sich austauscht und gemeinsam feiert, was Niederösterreich kreativ draufhat. Draußen ist das Herbstlicht inzwischen längst verschwunden. Drinnen glänzt dafür genug. Und für einige an diesem Abend ganz besonders. Manches davon strahlt weit darüber hinaus.