Maria Weinhofer

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Don’t panic!!!

Denkstrategien erfolgreicher Werbeprofis. So entwickeln Sie geniale Ideen in vier Schritten.

Egal ob Sie unter Stress stehen, weil Sie noch nicht wissen, wie Sie die nächste SVA-Vorschreibung zahlen sollen und jeder Auftrag deshalb ein Erfolg werden muss ... oder ob Sie vor lauter Arbeit nicht mehr wissen, wo Ihnen der Kopf steht. Panik gilt es, zu vermeiden. Denn: Wenn die Belastung zu groß wird, kann es vorkommen, dass plötzlich gar nichts mehr geht. Das Gehirn streikt, statt Ideen schüttet es Adrenalin aus und drängt: fight or flight? Wir empfehlen: Keine Panik! Ein strategischer Umgang mit kreativen Prozessen bringt Ihre Inspiration rasch wieder in Schwung.

Vierteilige Serie
Wir widmen diesen Denkstrategien eine vierteilige Serie. Darin führen wir Ihnen nicht nur Ihr individuelles kreatives Potenzial vor Augen, sondern zeigen auch Wege, wie der Ideen-Output optimiert und erfolgreich umgesetzt werden kann. Im vorliegenden ersten Teil beschäftigen wir uns mit der ersten Phase jedes kreativen Prozesses: der Orientierung. Und legen damit die Zündschnur für Ihr kreatives Feuerwerk.

Schritt 1: Orientierung – „Was will ich erreichen?“
Ein erfolgreiches Projekt basiert auf einem aussagekräftigen Briefing. Üblicherweise finden sich im Briefing zwei Arten von Informationen: solche, die anregend wirken und das Suchfeld erweitern, und solche, die das Suchfeld einschränken (Budget, Stilvorgaben, bereits verworfene Konzepte, Wünsche des Kunden etc.). Schieben Sie die Einschränkungen beiseite und konzentrieren Sie sich auf die unten stehenden vier Briefing-Fragen, welche die Fantasie anregen und das Projekt detailliert beschreiben.

Sorgen Sie für Frische und Freiraum! Öffnen Sie das Fenster, räumen Sie Ihren Schreibtisch leer, schließen Sie Facebook, Twitter & Co. Strecken Sie sich von den Zehen - bis zu den Fingerspitzen. Langsam tief ein- und ausatmen, Fenster schließen und los geht es!

Eine klare Zielformulierung hält Sie auf Kurs
Was will Ihr Kunde mit dem Projekt erreichen? Destillieren Sie aus dem Briefing eine konkrete Zieldefinition. Um einen inneren Suchprozess in Gang zu setzen, sollte diese immer als Frage formuliert werden: „Wie kann ich (mit einem Logo/in einer Anzeigenserie/durch entsprechende Verpackung etc.) erreichen/kommunizieren/bewirken, dass ...?“ So, wie eine befriedigende Antwort nur durch die richtige Frage erreicht wird, führt Sie eine pointierte Zielformulierung zu einer passenden Lösung. Man denke nur an die Frage nach „Life, the Universe and Everything“ in Douglas Adams „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ und die legendäre Antwort darauf: „42“. Mit einer klaren Zielformulierung haben Sie die Grundlage für einen erfolgreichen kreativen Prozess geschaffen. Schritt zwei im kreativen Prozess ist die Ideengenerierung. Hier picken wir uns aus der enormen Vielfalt an Kreativitätstechniken vier heraus, die sowohl für Gruppen als auch für Einzelpersonen gut funktionieren.

Vier wichtige Briefing-Fragen
1) Was ist Gegenstand des Projekts?
- Geht es um ein Unternehmen (z. B. für ein Logodesign), sammeln Sie alle Informationen zum Angebot, zur Identität und zum angestrebten Image, zu den Werten und Visionen, der Positionierung etc.
- Geht es um ein Produkt (z. B. für einen Folder, ein Mailing, eine Verpackung), sammeln Sie alle Infos zu Umfang, Verpackung und Anwendung. Vor allem: Besorgen Sie sich ein Produktmuster. Dieses ermöglicht es, das Produkt sinnlich wahrzunehmen – wie es sich anfühlt, welche Geräusche es macht, wie es aus allen Blickwinkeln aussieht. Womöglich können Sie es sogar riechen oder schmecken?
- Geht es um eine Dienstleistung, lernen Sie diese und deren Ablauf kennen. Welches Werkzeug, welche Hilfsmittel kommen dabei zum Einsatz? Wenn es Ihre Zeit und die Art der Dienstleistung zulässt, nehmen Sie diese selbst in Anspruch und erleben Sie diese. Beobachten Sie, wie sie auf Ihre fünf Sinne wirkt.
- USP (= Unique Selling Proposition, Alleinstellungsmerkmal) – wodurch hebt sich das Unternehmen, das Produkt oder die Dienstleistung vom Mitbewerb deutlich ab?

2) Was ist der konkrete Nutzen für den Endkunden? Welchen emotionalen Gewinn zieht der Endkunde aus dem Produkt oder der Dienstleistung?

3) Wer ist die Zielgruppe?

4) Wo ist die Zielgruppe? In welcher Situation trifft der Endkunde auf das Unternehmen, das Produkt oder die Dienstleistung?

Artikelserie! Denkstrategien erfolgreicher Werbeprofis:
2. Brain Tools: (Kreativitätstechniken) Egal ob alleine, zu zweit oder in der Gruppe: Morphologischer Kasten, Kopfstand, Bildkartenstimulation, Creative Hero …
3. Halten Sie durch! Ideenselektion und -bewertung Clustern: Ideen sortieren und selektieren, SWOT-Analyse: Ideen bewerten
4. Endspurt: Ideen-Optimierung, wie aus einer Idee anstatt eines schlichten OK ein WOW wird.

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

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