Maria Weinhofer

Obmann Stv.
T: 0650-9023299
E: atelier@grafikmanufaktur.at
www.grafikmanufaktur.at

Von OMG zu om – Gelassenheit in stürmischen Zeiten

Um Stressphasen glücklich zu überstehen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen, hilft es, im Alltag drei Fähigkeiten zu trainieren: Konzentration, Kreativität und Entspannung. Meine Zeit als nebenberufliche Yogalehrerin hat mir wirksame Methoden dafür eröffnet, die ich gerne mit Ihnen teile. Lernen Sie einfache und effektive Übungen aus Yoga, Achtsamkeitstraining und Progressiver Muskelrelaxation (PMR) kennen. Schon wenige Minuten  regelmäßiger Praxis genügen, um den herausfordernden Alltag in der Werbebranche gelassener zu meistern. Allesamt sind sie im Büro oder unterwegs dorthin anwendbar und bedingen nur eine einzige Vorbereitungsmaßnahme – das Ausschalten von Störfaktoren. Also: Tür zu, Flugmodus an, Computer aus.

Bevor Sie das machen, habe ich noch einige Informationen und Tipps für Sie.

Konzentration
Dass regelmäßige Meditation die Konzentration fördert, ist durch zahlreiche Studien belegt. Aber: Mit schmerzenden Knien im Lotussitz ausharren und an nichts denken? Das schaffe ich nicht. Da gehe ich lieber. Zum Glück führt auch das zum Ziel:

Die Geh-Meditation – eine Methode des Achtsamkeitstrainings
Am einfachsten fällt das bewusste Gehen allein in einem Raum oder in der freien Natur. Später, mit etwas Übung, können Sie es in den Alltag einbauen – etwa einen Abschnitt Ihres Arbeitswegs dafür nützen, morgens den Weg vom Bett zum Bad oder die Schritte vom Schreibtisch zur Teeküche. Gehen Sie barfuß oder in bequemen Schuhen. Zur Einstimmung stellen Sie sich aufrecht hin, die Füße hüftbreit auseinander. Spüren Sie Ihre Fußsohlen, den Kontakt zum Boden. Verlagern Sie Ihre Wahrnehmung auf den restlichen Körper: Stehen Sie gerade, sind Ihre Schultern und das Gesicht entspannt? Ja? Dann geht’s los. Fuß anheben, langsam nach vorne bringen, sacht die Ferse auf den Boden setzen, bewusst den Fuß abrollen, währenddessen den zweiten Fuß in einer langsam fließenden Bewegung anheben und so weitermachen. Bringen Sie die Bewegung mit Ihrem Atem in Einklang: ein Schritt, einatmen, ein Schritt, ausatmen. Wenn Ihre Gedanken auf Wanderschaft gehen, fangen Sie sie geduldig und ohne Vorwurf wieder ein, indem Sie Ihre Aufmerksamkeit zurück auf Füße und Atem lenken.
Wer lieber gemütlich am Schreibtisch sitzt, dem sei folgende Konzentrationsübung ans Herz gelegt:

Tratak: Fixieren des Blicks
Diese Yogaübung lässt sich auch auf kleinstem Raum und in kürzester Zeit ausführen. Sie benötigen lediglich eine Sitzmöglichkeit, die es Ihnen erlaubt, gerade und entspannt zu sitzen. Weiters ein Objekt in Augenhöhe oder etwas darunter, auf das Sie Ihren Blick richten können – Ihren Jausenapfel, eine Kerze, die Orchidee auf Ihrem Schreibtisch. Setzen Sie sich eine Armlänge vom Objekt Ihrer Wahl entfernt hin. Falls Sie eine Kerze verwenden, ist es förderlich, den Raum zu verdunkeln und das Fenster zu schließen, damit die Flamme nicht flackert.

Schon wenige Minuten regelmäßiger Praxis genügen.

Entspannen Sie Körper und Atmung, nehmen Sie die Brille ab. Starren Sie Ihr Objekt an, ohne zu blinzeln. Schaffen Sie es, Ihr Gesicht weiterhin zu entspannen? Vielleicht beginnen die Augen zu tränen – das ist gut, das reinigt. Wird es nach etwa einer Minute anstrengend, nicht zu blinzeln und außerdem die Aufmerksamkeit bei Ihrem Objekt zu belassen, dann schließen Sie die Augen. Entspannen Sie die Augenmuskeln und nehmen Sie die Kerzenflamme oder den Apfel geistig in den Blick: Machen Sie sich Farbe, Form, Textur, Geruch, Geschmack bewusst. Das krachende Geräusch beim Abbeißen. Wie bei allen Übungen, die ich Ihnen hier nahebringe, geht es auch hier darum, nicht zu bewerten. Finden Sie den Apfel schön, riecht er gut? Unwichtig. Riecht der Apfel herb, süß, säuerlich? Darum geht es. Nehmen Sie wahr, was ist. Urteilen Sie nicht. Nach etwa einer Minute öffnen Sie die Augen und starren wieder auf Ihr Objekt, ohne zu blinzeln. Wiederholen Sie Tratak ein paar Mal. Bereits nach wenigen Tagen regelmäßigen Übens werden Sie bemerken, dass Sie länger auf Ihr Objekt fokussieren können – ebenso wie auf Ihre Arbeit. Ob Sie sich gut konzentrieren können, hängt auch von physischen Faktoren ab. Die nachstehenden Tipps können die eben genannten Konzentrationsübungen zwar nicht ersetzen, wohl aber erleichtern:

Brainfood
Das Gehirn ist ein Vielfraß. Befindet sich der Körper im Ruhezustand, entfallen 17 bis 25 Prozent des Energieverbrauchs auf das Gehirn. Da leuchtet es ein, dass auch die Ernährung Einfluss auf die Konzentration nimmt. Aber Vorsicht: „Ein voller Bauch studiert nicht gern.“ Denn bevor die zugeführte Energie dem Gehirn zur Verfügung steht, ist Verdauung angesagt, und das entzieht dem Gehirn erst einmal Energie. Im Grunde wissen wir alle, dass wir Energietiefs und Heißhungerattacken vermeiden können, indem wir regelmäßig, ausgewogen und bewusst essen, Schokoriegel durch Nüsse und (Trocken-)Obst, den Schweinsbraten durch eine leichte Gemüsemahlzeit, Pommes durch z. B. Quinoa ersetzen und die Mahlzeiten an einem ordentlichen Essplatz einnehmen, anstatt die Tastatur vollzubröseln

Das wichtigste Brainfood: Sauerstoff und Wasser.

Das wichtigste Brainfood kommt überhaupt ganz ohne Kalorien aus: Sauerstoff und Wasser. Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Kräuter-Gewürz-Tee. Besonders gut fürs Gehirn sind Rosmarin, Oregano, Thymian, Zimt oder Gewürznelke. Gönnen Sie sich frische Luft. Und hören Sie auf, aus Eitelkeit den Bauch einzuziehen und so Ihre Atmung zu behindern. Wie Yoga, Achtsamkeitstraining und PMR die Kreativität fördern und die Fähigkeit zu entspannen ausbilden können, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.

Foto: iStock.com/mmac72

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

Kontakt

WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
Wirtschaftskammer-Platz 1, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742 851 - 19712
Fax: 02742 851 - 19719
  werbung@wknoe.at

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Website & -tools erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Nähere Informationen in unserer  Datenschutzerklärung.