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Maria Weinhofer

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OFFF Vienna: eine Premiere

„Connect, grow and inspire people through interdisciplinary art and creativity.“ So lautet das Motto der Designkonferenz OFFF, die neben ihrer Heimat Barcelona unter anderem New York, Antwerpen, Tel Aviv und St. Petersburg beehrt  – und die vom 5. bis 6. Oktober 2018 zum ersten Mal auch in Wien gastierte. Ich war vor Ort.

„Die OFFF Barcelona ist für Designafficionados in etwa das, was Wimbledon für Tennisfans, Wacken für Metalheads oder die Art Basel Miami für Kunstinteressierte darstellt. Ein führendes Festival, zu dem sich hunderte Künstler aus der ganzen Welt zum kreativen Arbeiten und Experimentieren treffen. Dabei werden die neuesten Trends der digitalen Welt diskutiert. Über zwei Tage hinweg präsentieren Künstler neueste Arbeiten zu Grafikdesign, visueller Kommunikation, digitaler Kunst, elektronischer Musik und Bewegtbild. Das Festival hat sich in den letzten 17 Jahren besonders im Zuge der Verschmelzung der kreativen Bildgestaltung und der digitalen Musik zu einem Vorreiter auf seinem Gebiet entwickelt“, schreibt die OFFF über sich selbst.

OFFF Vienna
„Wien hat sich als Kreativ-Standort in den letzten Jahren so stark entwickelt, dass es nur natürlich ist, dass sich die führenden Kreativen hier austauschen“, sagt Sandra Ulrich, Gründungsmitglied der OFFF Vienna. Und so lud man in die Gösserhalle nahe dem Wie-ner Hauptbahnhof. Vor den Toren standen nicht nur Securities, die in ihren gravitätisch schwarzen Anzügen neben all den „Bart, Brille, knöchelfrei“-Kreativen seltsam deplatziert rum eine feine Auswahl verschiedenster Illustrationen und Stile. Damit auch das echte Leben nicht zu kurz kommt, hosten sie die (fast) monatliche Ladies Drawing Night Vienna, wo gemeinsam gezeichnet wird. Die Organisatorinnen Mag. Janina Kepczynski und Florine Glück wollen aber noch weiter gehen, haben sie mir verraten: Angedacht sind Aktivitäten zu ganz praktischen Themen wie „Geld verdienen mit Illustrationen“. Denn so viel Freu-de es auch macht, sich illustrativ zu entfalten – noch schöner ist’s, davon leben zu können. Wann die nächste Ladies Drawing Night Vienna stattfindet, erfahren Sie auf Facebook oder  www.instagram.com/drawing_ladies_vienna

Reges Interesse weckte auch der Stand von Viadukt (www.viadukt.at), wo live siebgedruckt wurde: Wer wollte, konnte sich frisch gedruckte Glitzer(!)-Schriftzüge – zur Auswahl standen unter anderem „Heast“, „Oida“, „urleiwand“ – mit nach Hause nehmen. Oder handcrafted Geschenkpapier mit Katzenaufdruck kaufen. Die kennen ihre Pappenheimer ;-) Abgesehen davon bietet Viadukt allerlei Nützliches: nämlich eine gemeinnützige Siebdruckwerkstatt, wo man nicht nur selber drucken (lernen), sondern auch drucken lassen kann. Weiters werden Künstlerresidenzen, kollaborative Ausstellungen und der Verkauf der Kunstwerke organisiert.

Die Vorträge waren ausgesprochen gut besucht und deckten ein breites Spektrum ab: von Typografie (die Wiener Typejockeys) über Filmdesign (die Londoner Kreativen Momoco sind auf Titelsequenzen für Kinofilme spezialisiert) und interessante UX-, Werbe- und Kreativagenturen bis hin zu Motion Design und 3D-Animation (Eat my Dear aus Wien). Eine gelungene Mischung aus innovativen internationalen und österreichischen Speakern, schön auch der hohe Frauenanteil am Podium. Bei den Workshops war man offensichtlich bemüht, die Vielfalt der Branche widerzuspiegeln: Auf den Handlettering-Workshop „How to letter better“ folgte „How to create your own Augmented Reality Artworks“. Wobei „How to letter better“ sich als irre-führender Titel entpuppte. Treffender wäre gewesen: „How to draw your very first line and then another and another and another“, denn der Workshop beschränkte sich auf Basics und bestand im Wesentlichen aus dem Ausfüllen von Übungsblättern.

Fazit
Die Erstausgabe der OFFF Vienna präsentierte sich als eine entspannte Veranstaltung, die von Freu-de an professioneller Kreativität geprägt war und ihrem Motto „Connect, grow and inspire people through interdisciplinary art and creativity“ gerecht wurde. Und die durchaus mehr Besucher, mehr Aussteller und mehr Workshops vertragen hätte. Das Format jedenfalls hat Potenzial und in ein paar Jahren werden wir uns wohl zurück-wünschen in dieses Jahr 2018, als man sich bei der OFFF in der Gösserhalle noch verloren fühlen konnte.

Fotos: Maria Weinhofer

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