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Neue Märkte erschließen

„go-international“ lauten Motto und Name einer Förderschiene der WKO Außenwirtschaft. Wie können niederösterreichische Werbende diese Förderung, die Unternehmen beim Markteintritt in andere Länder unterstützt, effektiv nützen? Wir haben bei Reanne Leuning, Projektmanagerin von „go-international“, nachgefragt. Ein Bericht aus der Praxis ist auch dabei.

Die Außenwirtschaft Austria sieht sich als Internationalisierungs- und Innovationsagentur der österreichischen Wirtschaft. Hier gibt es Informationen sowie Ansprechpartner zu allen Fragen rund um Auslandsgeschäfte, Export, Import, Auslandsinvestitionen, Länderinformationen sowie internationale Branchenentwicklungen. Aufgabe ist es, österreichische Unternehmen im Ausland zu präsentieren und Geschäftskontakte zu vermitteln, sie von der Anbahnung bis hin zur Abwicklung von Geschäften zu beraten sowie eine Hilfestellung bei der Lösung von Problemen zu geben.

Werbemonitor: Wie werden Unternehmen im Zuge von „go-international“ gefördert, um welche Art der Förderung handelt es sich?

Leuning: Unternehmen werden bei den ersten Schritten in einen neuen Zielmarkt unterstützt, wenn diese das Ziel haben, ihre Dienstleistungen vor Ort zu erbringen. Gefördert werden dabei Kosten für Beratung (Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung), Marketing, Veranstaltungen und Reisen, wobei immer ein eindeutiger Zielmarktbezug gegeben sein muss.

„Grenzüberschreitung gehört zum Unternehmertum dazu, wenn man erfolgreich sein will.“ (Josef Mantl)

Aller Voraussicht nach startet mit 1. April 2019 eine neue Förderperiode, in der ein besonderer Fokus auf der Förderung von zielmarktorientierten Kosten im Bereich Digitalisierung liegen wird – etwa Kosten für Online- und Social-Media-Werbekampagnen, Anpassungen der Website bzw. des Webshops etc. Weiters ist eine Unterstützung beim In- und Auslandseinsatz von Praktikanten und Mitarbeitern geplant. Neben den Direktförderungen wird wieder ein umfangreiches Programm von Veranstaltungen im In- und Ausland angeboten.

Werbemonitor: Inwiefern kann „go-international“ für Unternehmen aus der Werbebranche interessant sein?

Leuning: Unternehmen aus der Werbebranche können entweder selbst den Schritt über die Grenze wagen und ihre Dienstleistungen außerhalb Österreichs anbieten. Oder aber sie erbringen ihre Dienstleistungen für österreichische Exporteure, die diese dann über „go-international“ gefördert bekommen können.

Werbemonitor: Gibt es – wie in der aktuellen Förderperiode – auch künftig einen Fokus auf die Kreativwirtschaft? Wenn ja: Wie wird dieser konkret aussehen? Falls nein: Weshalb wird dieser Fokus nicht fortgeführt?

Leuning: Die Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Teil des Förderangebots von „go-international“. Auch in der nächsten Förderperiode wird es wieder interessante Veranstaltungen und Projekte für die Kreativbranche geben. Im aktuellen Programm, das noch bis 31. März 2019 läuft, stehen übrigens auch noch einige Veranstaltungen am Programm, die für die Werbebranche relevant sind – etwa die Zukunftsreise „Digital Impact: Investitionen in die digitale Zukunft“ zur SXSW in Austin, Texas, die vom 9. bis 13. März 2019 stattfinden wird. Die SXSW ist die größte und wichtigste Kreativ-, Digital-, Technologie- und Zukunftskonferenz der Welt. Hier erfahren Sie, wie unsere Welt in zehn Jahren aussehen wird, und können schon heute die Weichen entsprechend setzen.

Im Verlauf der Reise bieten wir einen Überblick über die wichtigsten Trends und Leitlinien digitaler Transformation für die nächsten zehn Jahre, ermöglichen den Austausch mit über 500 Start-ups und innovativen Unternehmen, geben gezielte Fachinputs und führen durch eine Auswahl von 600 Detailvorträgen zu allen Branchen und Aspekten des digitalen Lebens.

Werbemonitor: Wie viel Zeit müssen Interessierte für die Einreichung und zwischen Einreichung und Förderzusage einkalkulieren?

Leuning: Die Förderanträge wird man online einreichen können. Bereits vor Antragstellung werden Förderwerber durch die Kollegen in den Außenwirtschafts-Centern vor Ort und in der jeweiligen Landeskammer beraten. Sobald das Projektvorhaben klar beschrieben als Antrag vorliegt, wird das Vorhaben an die Kollegen in den Außenwirtschafts-Centern gesendet. Auf Basis der Rückmeldungen gibt es dann in der Regel innerhalb von zehn Werktagen eine Förderzusage bzw. Förderabsage.

Werbemonitor: Welche Fehler gilt es, bei der Einreichung zu vermeiden, wo liegen die klassischen Stolpersteine?

Leuning: Wichtig ist, dass die Beschreibung des Marktvorhabens klar und verständlich für einen Dritten vorliegt. Außerdem sollte man die Richtlinie genau durchlesen, damit keine falschen Erwartungshaltungen darüber entstehen, was gefördert werden kann und was nicht.

Werbemonitor: Gibt es Zielmärkte, die Ihrer Meinung nach für die Werbebranche besonders interessant sind? Wenn ja, weshalb?

Leuning: Naheliegend ist Deutschland, schon allein wegen der geografischen Lage und der gemeinsamen Sprache. Wer im Ausland mit seinen Dienstleistungen erfolgreich sein will, muss den Kunden verstehen und mit seinen Werbebotschaften dann auch verstanden werden. Wir stellen fest, dass das durchaus in Fernmärkten wie den USA der Fall sein kann, aber auch Länder in Asien stehen zunehmend im Fokus.

Erfahrungsbericht:

Die Wiener Werbeagentur Josef Mantl Communications GmbH hat mit „go-in-ternational“ den Markteintritt in die USA gewagt. Mit der Digitalisierungs- und Zukunftskonferenz „Moving Forward – Shaping the Future“ in New York konnte JMC ein österreichisches Konferenzformat im Ausland etablieren.
Was Josef Mantl an „go-international“ schätzt: „Die starke Verankerung in den Märkten und der gute Kontakt zu öffentlichen Stellen und Medien sind unheimlich wichtig, um ein Veranstaltungsformat realisieren zu können. Die persönliche Beratung hat eine enorme Qualität. Die Ansprechpartner von ,go-international‘ sind kompetente Sparringspartner, die mit ihrer Erfahrung helfen, Ideen abzuwägen.“
Josef Mantls Tipp für andere österreichische Unternehmen, die den Markteintritt in die USA planen: „Vorbereitung zählt. Businessmeetings dauern deutlich kürzer und kommen schneller ans Ziel. Man muss seine Zahlen wissen und in wenigen Sätzen auf den Punkt kommen. In den USA gilt noch mehr als sonst wo: Zeit ist Geld.“

https://bit.ly/2O9Wrpn
go-international Ansprechpartnerin: Reanne Leuning,
E: reanne.leuning@wko.at 
www.go-international.at

Foto: iStock.com/Vijay kumar

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