Maria Weinhofer

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Förderungen für Kooperationen: aws Industry-Startup.Net

aws Industry-Startup.Net ist ein Matching-Service zwischen innovativen Start-ups und etablierten Unternehmen. Im zweiten Teil unserer Serie betrachten wir diese Förderung, die Kreativschaffende und ihre Kunden bzw. Kollegen zusammenbringt, damit sie mehr zusammenbringen. Ein Tipp von Kurt Leutgeb, aws: „Der größte Fehler ist, nicht einzureichen.“ Wie es damit in der Praxis aussieht? Ein Start-up berichtet.

Kurt Leutgeb ist als aws Geschäftsfeldleiter für Industry-Startup.Net zuständig. Er sagt: „Unsere Stärke ist, dass wir beide Seiten kennen und daher schon frühzeitig Kooperationen anstoßen und Berührungsängste abbauen können. Und das funktioniert. Am Programm haben bereits mehr als 100 ausgewählte Start-ups und über 75 etablierte Unternehmen teilgenommen.“ Wir haben Kurt Leutgeb um seine Tipps für interessierte Kreative gebeten. Im zweiten Teil berichtet uns Mohamed „Mo“ Ghanim, Co-Founder und CEO des Start-ups Hypest Hive GmbH (www.hypesthive.com), über seine Erfahrungen. Die Gespräche führte Maria Weinhofer.

Werbemonitor: Welche Fehler gilt es, bei der Einreichung zu vermeiden? Wo liegen die klassischen Stolpersteine?

Leutgeb: Der größte Fehler ist, nicht einzureichen. Andere Stolpersteine werden durch Rückfragen gemeinsam mit dem Industry- Startup.Net-Team geklärt. Wir vernetzen durch den gezielten Versand von Unternehmens-Präsentationen – sogenannten Pitch Decks – und Kooperationsangeboten. Die Hürden für Teilnehmer sind gering: Die meisten Start-ups haben bereits ein Pitch Deck erstellt, das genutzt werden kann. Das Kooperationsangebot wird von unserem Team erstellt. Die-se Vorgangsweise hat sich gut bewährt, denn durch die Vorauswahl und den gezielten Versand der aufbereiteten Infos schaffen wir eine hohe Effizienz für alle Beteiligten. Das ist z. B. für mittelständische Unternehmen besonders wichtig, die meist nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, selbst Start-up-Scouting oder Innovation Labs zu betreiben.

Werbemonitor: Welche Tipps haben Sie speziell für Interessierte aus der Werbebranche?

Leutgeb: Im Netzwerk sind zahlreiche Start-ups, aber auch etablierte Unternehmen aus der Werbebranche und der Kreativwirtschaft vertreten. Wir empfehlen daher beiden Seiten, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerade in Bezug auf die Innovationskraft liefert die Werbe- und Kreativwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Gesamtwirtschaft. Diesen Beitrag kann Industry-Startup.Net vertiefen.

Der größte Fehler ist, nicht einzureichen.

Werbemonitor: Welche Anregungen möchten Sie Interessierten sonst noch mit auf den Weg geben?

Leutgeb: Für Start-ups ist es essenziell, die eigenen Vorzüge knapp und klar zu formulieren. Die wichtigste Ressource aller Beteiligten ist Zeit. Deshalb ist es unsere Aufgabe, sicherzustellen, dass diese so zielgerichtet und sinn-voll wie möglich genutzt wird. Damit können wir die hohe Qualität des Matchings garantieren. Etablierten Unternehmen raten wir, sich telefonisch zu einem Vorgespräch zu melden. Darin lässt sich am schnellsten abklären, wie wir unterstützen können.

Werbemonitor: Wie viel Zeit verstreicht üblicherweise zwischen Einreichung und Zu- oder Absage?

Leutgeb: Um festzustellen, ob wir jemandem Kooperationspartner vorstellen können, reicht fast immer ein Telefonat. Neben der Zusage ist eine Registrierung notwendig. Danach braucht unser Team rund eine Woche, um das Suchprofil zu schärfen und Partner zu finden.

Werbemonitor: Im Falle der Zusage: Was sollten Start-ups beachten, damit die Kooperati-on nachhaltig erfolgreich verläuft?

Leutgeb: Entscheidend sind die Vorbereitung und klare Botschaften. Hören Sie dem Corporate gut zu, um zu verstehen, wie Entscheidungen getroffen werden. Und finden Sie heraus, ob eine Kooperation für Sie sinnvoll ist – je schneller, desto besser. Sollte es mit einem Kooperationspartner nicht klappen, haben wir vielleicht bald die nächste Möglichkeit parat.

Ein Erfahrungsbericht

Das Start-up Hypest Hive GmbH hat den Matching-Service der aws genutzt. Wir haben Co-Founder und CEO Mohamed „Mo“ Ghanim um seine Perspektive gebeten.

Werbemonitor: Ist Hypest Hive im Zuge der Teilnahme an aws Industry- Startup.Net entstanden?

Ghanim: Entstanden sind wir schon früher, im Zuge unserer ersten Förderung von Ac-cent Gründerservice. Industry-Startup.Net hat uns jedoch unsere erste große Firmenkooperation ermöglicht.

Werbemonitor: Was ist Hypest Hive?

Ghanim: Hypest Hive ist eine Online-Plattform, die Firmen dabei unterstützt, Langzeitpartnerschaften mit Gaming Influencern einzugehen. Unsere Plattform vereinfacht das Managen und Optimieren dieser Partnerschaften. Ein praktisches Beispiel: Die meisten Leute kennen Her-mann Maier oder George Clooney und assoziieren diese Personen mit der Raiffeisen Bank bzw. Nespresso. Genau diese Art von Partnerschaften holen wir mit unserer Software-Lösung ins 21. Jahrhundert – mit digitalen Webstars im Gaming-Bereich auf Plattformen wie YouTube und Twitch.

Werbemonitor: Was war für Sie der größte Benefit von Ihrer Teilnahme an aws Industry-Startup.Net?
Ghanim: Den ersten Kunden zu finden, ist immer am schwersten, und genau da-bei hat uns Industry-Startup.Net extrem weitergeholfen. Ich bin mir sicher, dass wir ohne den Auftrag über Industry-Startup.Net am Anfang um einiges länger gebraucht hätten, um unseren ersten großen Kunden zu gewinnen.

aws Industry-Startup.Net
Ansprechpartnerin Matching-Service
Jasmin Moradzadeh
E-ail: j.moradzadeh@aws.at
Einreichung: jederzeit möglich Kosten: ohne finanziellen Aufwand
www.aws.at/foerderungen/aws-industry-startupnet

Foto: REDPIXEL / Fotolia.com

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