Maria Weinhofer

Obmann Stv.
T: 0650-9023299
E: atelier@grafikmanufaktur.at
www.grafikmanufaktur.at

DigitalisierungsABC

Täglich ärgere ich mich über den vielen Spam in meinem E-Mail-Eingang. Oder lasse mich davon erheitern, je nachdem. Spam ist aber nur eine von vielen Formen unerwünschter digitaler Werbung. Es gibt auch SPOM und SPIT. Was diese Abkürzungen bedeuten und was die Monty Pythons zur Etablierung des Begriffs Spam beigetragen haben, lesen Sie im vorliegenden letzten Teil unseres Digitalisierungs-Alphabets. Das Finale: R–Z.

Really Simple Syndication (RSS)
Aufmerksamen Besuchern von Blogs und Nachrichtenseiten ist er wahrscheinlich schon aufgefallen: der Button „Zum RSS-Feed hinzu-fügen“. Der RSS-Feed fungiert als Schnittstelle zwischen Website und Nutzer, basiert technisch auf XML und dient dazu, Nutzern Änderungen anzuzeigen: z. B. aktuelle Nachrichten oder neue Blogeinträge. Haben Sie also Ihrem RSS-Feed eine Website hinzugefügt, können Sie Änderungen auf der Website verfolgen, ohne sie jedes Mal manuell neu aufrufen zu müssen.

Smart City
Täglich ärgere ich mich über den vielen Spam in meinem E-Mail-Eingang. Oder lasse mich davon erheitern, je nachdem. Spam ist aber nur eine von vielen Formen unerwünschter digitaler Werbung. Es gibt auch SPOM und SPIT. Was diese Abkürzungen bedeuten und was die Monty Pythons zur Etablierung des Begriffs Spam beigetragen haben, lesen Sie im vorliegenden letzten Teil unseres Digitalisierungs-Alphabets. Das Finale: R–Z.

Jahrelang verband ich mit dem Begriff Smart genau zweierlei, und beides war für mich absolut positiv besetzt: zum einen diese bunten Schokopillen, die in der zylindrischen Kartonverpackung immer so schön schepperten, und zum anderen Jeff Smart, Agent des T.I.A., immer mit Partner Fred Clever unterwegs. Heutzutage ist alles smart, was digitale Technologien nützt und das wir mögen sollen: Smartphones, Smart Citys, Smart Economy, Smart People, Smart Finance, Smart Govern-ment ... Smart City beschreibt technologiebasierte Veränderungen und Innovationen im urbanen Raum. Damit reagieren Stadtplaner auf die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen, denen unsere Gesellschaft gegenübersteht: Umweltverschmutzung, de-mografischer Wandel, Bevölkerungswachstum, Finanzkrise und das Aufgehen der Schere zwischen Arm und Reich, Ressourcenknappheit. Oft schließt der Begriff auch nicht-technische Neuerungen im Bereich Nachhaltigkeit und Kooperation mit ein: Sharing Economy, Bürgerbeteiligungsverfahren etc. Das Internet of Things and Services soll in der Smart City Realität sein und durch intensive Datenerfassung die Interaktion zwischen Bewohner und Stadt ermöglichen. Positiv betrachtet kann die Stadt sich so perfekt an die Bedürfnisse ihrer Bewohner anpassen – gleichzeitig rückt dadurch auch die Möglichkeit eines Überwachungsstaates in greifbare Nähe. Kritiker weisen darauf hin, dass in den Smart-City-Beratungsgremien zahlreiche Konzerne, aber kaum zivilgesellschaftliche Initiativen vertreten sind. Welche smarten Stadtentwicklungsprojekte derzeit in Österreich laufen, können Sie hier verfolgen: www.smartcities.at

Seeding
Seeding, also „säen“, beschreibt das gezielte Verbreiten von Content (Videos, Links etc.) über Social Media, Blogger und andere Influencer. Hat man also endlich einen sympathischen, hippen Namen für virales Marketing gefunden ...

Troll
Der Troll hat keinen guten Ruf. Zwar hat sich DreamWorks nun der quietschbunten, haarprächtigen Plastiktrolle aus den 1960ern angenommen und sie zu nervigem, aber harmlosem Kinoleben erweckt, auf dass sie in die Herzen der Kinder einziehen mögen – im Allgemeinen wird der Troll aber als geistig eher unflexibles männliches Wesen mit hohem Aggressionspotenzial dargestellt. Personen, die mit unsachlichen, verunglimpfenden Beiträgen in Diskussionsforen im Internet für Unruhe sorgen und Streit suchen, werden darum als Trolle bezeichnet.

User generated Content
„Selbermachen“ ist seit etlichen Jahren in, und das ist in vielerlei Hinsicht auch gut so – lassen wir uns von den vielen Bildschirmen um uns herum doch allzu oft zur Passivität verführen und werden immer mehr zu den Konsumenten, die dem aktuellen Wirtschaftssystem so angenehm sind. Leben aber ist Bewegung, egal ob geistige, körperliche oder seelische. Auch wenn es vieles gibt, das man besser Profis überlässt, kann „Selbermachen“ viel bewegen, erst recht in Gemeinschaft. DAS Beispiel für Selbermachen im Internet: Wikipedia. Mehr User generated Content geht nicht: Über zwei Millionen angemeldete und eine nicht bekannte Zahl unangemeldete Nut-zer haben an rund 143 Millionen Beiträgen in Wikipedia mitgearbeitet (weltweit, Stand Mai 2015).

Voice over Internet Protocoll (VoIP)
Als Kind verband ich zwei Joghurtbecher mit einer langen Schnur, um mit der Freundin im Nachbarhaus zu „telefonieren“. Voice over Bindfaden quasi. Hat es funktioniert? Ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls hat es Spaß gemacht. VoIP kann auch Spaß machen, ist vor allem aber praktisch und meint: telefonieren via Internet. Kostet nichts, außer die normalen Gebühren für den Internet-Zugang, und es ist praktisch, beim Telefonieren die Hände frei zu haben und einfach in Richtung iMac zu sprechen. Es spart viel Zeit und Nackenschmerzen, wenn der Kunde seine Überarbeitungswünsche telefonisch durchgibt, statt Notizen ins PDF zu schreiben. Wer im Internet kommuniziert, erhält unweigerlich auch Spam. Im Falle von VoIP heißt Spam: SPIT („Spam over Internet Telephony“). Anstelle eines unerwünschten, automatisierten E-Mails erhalten Sie im Falle von SPIT einen unerwünschten, automatisierten Anruf. Heben Sie ab, wird Ihnen eine Audiodatei vorgespielt, zumeist eine Werbebotschaft. SPOM funktioniert ähnlich: „Spam over Mobile Phone“ tritt in Form unerwünschter SMS oder Anrufe auf.

Übrigens: „SPAM war ursprünglich ein Markenname für Dosenfleisch, der bereits 1936 entstanden ist aus SPiced hAM, fälschlicherweise auch Spiced Pork And Meat/hAM oder Specially Prepared Assorted Meat [1] genannt. Während der Rationierung im Krieg war Spam eines der wenigen Nahrungsmittel, die in Großbritannien praktisch überall und unbeschränkt erhältlich waren. [...] Als Syn-onym für eine unnötig häufige Verwendung und Wiederholung wurde der Begriff durch den Spam-Sketch der englischen Comedyserie Monty Python’s Flying Circus geprägt: In einem Café besteht die Speisekarte fast ausschließlich aus Gerichten mit Spam.“ (Quelle: Wikipedia)

Wearables
Datenbrillen, smarte Kleidung, Fitness-Tracker und Smartwatches – Wearables sind Computersysteme, die man direkt am Körper trägt. Praktisch und cool finden’s die einen, um ihren Körper kennenzulernen und motiviert zu bleiben, unheimlich nah am gläsernen Menschen und das eigene Körpergefühl erstickend finden’s die anderen. Tatsache ist: Wearables sind vielfältig und per se weder gut noch schlecht. Es liegt an Ihnen, wie Sie Wearables nutzen. Nicht nur das Fitness-Armband, das mir sagt, ob ich heute schneller und mit niedrigerer Herzfrequenz gelaufen bin als vor drei Tagen, auch ein Herzschrittmacher ist ein Wearable.

X-media (Crossmedia)
Crossmedia-Kampagnen bespielen parallel mehrere Kanäle und Medien mit aufeinander abgestimmten, miteinander verknüpften Inhalten, um so unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen. Eine andere Bezeichnung dafür ist Multichannel-Marketing.
 
Fünf Basics für gelungene Crossmedia-Kampagnen:

  • Verwenden Sie mindestens drei verschiedene Mediengattungen und vernetzen Sie diese miteinander.
  • Sprechen Sie Ihre Zielgruppe multisensorisch an.
  • Behalten Sie Ihre Leitidee stets im Blick und sorgen Sie dafür, dass sie in jedem Medium vermittelt wird (inhaltliche Integration).
  • Achten Sie auf ein konsistentes Erscheinungsbild (formale Integration).
  • Ermöglichen Sie Interaktion

Generation Y
Auf die Generation X folgt die Generation Y, was sonst? Damit das Y nicht nur durch das Alphabet legitimiert ist, sondern auch zu den Menschen passt, attestiert man ihnen, sie würden alles hinterfragen: „Why?“ Was hat die Generation der von 1980 bis Mitte der 90er Geborenen mit der Digitalisierung zu tun? Wir gelten als die ersten Digital Natives!

Zombie-Server
Während die Arbeitsplätze weniger werden, nimmt die Menge an Daten, die gesammelt und gespeichert werden, rapide zu. Rechenzentren, die dieses ungeheure Datenvolumen bergen, sind für ungefähr 3 % des globalen Energieverbrauchs verantwortlich, mit steigender Tendenz. Viele dieser Rechenzentren arbeiten noch dazu ausgesprochen ineffizient: Einer McKinsey-Studie zufolge beträgt die durchschnittliche Serverauslastung im Rechenzentrum selten über 6 %. Die Stanford University fand heraus, dass 30 % aller Server in Rechenzentren ohne Last laufen. Demnach gelten ca. zehn Millionen Server weltweit als Zombie-Server.

Digitalisierung = digitale Transformation: Buchstaben A - F
#digitalisierungsabc - Buchstaben G-L

DigitalisierungsABC: M-Q

Foto: iStock.com/DrAfter123

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

Kontakt

WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
Wirtschaftskammer-Platz 1, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742 851 - 19712
Fax: 02742 851 - 19719
  werbung@wknoe.at