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Büro - quo vadis?

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Dazu gehören auch die sich ändernden Arbeitswelten und neue Anforderungen an Arbeitsumgebungen. Wie sehen die Büros der Zukunft aus? Home-Office, Co-Working-Spaces oder hippe imageträchtige Headquarters? Allen gemeinsam ist der Trend hin zu weniger Sitzen und mehr Produktivität. Der Teamgedanke wird forciert und zusätzlich soll eine Wohlfühlumgebung die Kreativität fördern. Gerade für kleine Unternehmen sind die Co-Working-Spaces stark im Kommen, und niemand muss dafür in die Großstadt ausweichen. Auch in Niederösterreich gibt es hervorragende Alternativen. 

Wenn die Betriebe wachsen und aus allen Nähten platzen, kommen die sogenannten Co-Working-Spaces infrage. Sie haben viele Vorteile: Oft sind sie wesentlich günstiger als die Miete für ein eigenes Büro, sie sind zumeist mit Büroinfrastruktur ausgestattet, lassen sich schnell mieten und im besten Fall auch wieder kündigen, falls nötig. Das, was in den Gemeinschaftsbüros entstehen kann, ist ein Austausch der bunten Mischung an Berufen und Menschen, die hier oft vorherrscht. Gemeint ist damit ein Branchenmix, der dabei unterstützt, Know-how auszutauschen, Arbeitsleistungen zu verbinden oder Jobs zu vermitteln. Hinzu kommen soziale Faktoren, die von vielen als sehr positiv empfunden werden.

Das Angebot der Co-Working-Spaces eignet sich ideal für Start-ups oder Ein-Personen-Unternehmen. Viele Co-Working-Anbieter stellen neben Arbeitsplätzen auch die gesamte Infrastruktur zur Verfügung. Dazu zählen ein Netzwerk, Drucker, Scanner, Fax, Telefon, Beamer, Besprechungsräume und mehr. Besprechungen mit Kunden können in diesen Zentren leicht abgehalten werden, was wiederum Professionalität ausstrahlt. Im April fand in Niederösterreich ein Tag der offenen Tür der Co-Working-Spaces statt. In unserer Info-Box finden Sie all jene, die bei dieser Aktion beteiligt waren – immerhin 16 Standorte.

Trends bei internationalen Unternehmen
Auch internationale Unternehmen wie z. B. Google, Facebook und Microsoft streben danach, die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter neu auszurichten. Dabei geht es um Raumgestaltung, Teamorientierung und Förderung der Interaktion der Mitarbeiter. Hinzu kommt auch das Image, um sich als Arbeitgeber attraktiv zu machen. In dem heiß umkämpften Technologie-Markt, in dem die besten Entwickler regelmäßig abgeworben werden, macht diese Strategie sicher Sinn. Wer würde nicht gerne in so einer Umgebung bei einem interessanten Arbeitgeber mitarbeiten? Aber wir müssen gar nicht so sehr in die Ferne schweifen, auch Microsoft Österreich folgt dieser Devise und hat sein Hauptquartier offen und hell gestaltet, um Mitarbeitern den nötigen Freiraum zu bieten.

Das zukunftsorientierte Büro hat für jede Form der Arbeit den richtigen Ort: Rückzugsinseln, aber auch Zonen für Meetings und das Arbeiten in wechselnden Teams. Dabei spielt die Unternehmenskultur eine wesentliche Rolle dafür, ob es bei einem schönen Entwurf bleibt oder dieser mit Leben erfüllt wird.

Büros bei EPU und KMU
Aber auch bei kleineren und mittleren Betrieben, vor allem im Kreativbereich, mit weitaus weniger Mitarbeitern spielen die Zusammenarbeit und Vernetzung in der Kombination mit der Raumgestaltung eine wesentliche Rolle. Denn es geht nicht mehr nur um Effizienz, sondern um Inspiration. Moderne Büros unterstützen das. Dies ist bei Co-Working-Spaces ähnlich und sie sind in jedem Fall eine neue innovative Arbeitsform.

Wesentliche Punkte beim Büro der Zukunft sind auch immer mehr die Gesundheit und der Wohlfühlfaktor. Im Durchschnitt verbringen wir rund sieben Stunden pro Tag im Sitzen, in arbeitsintensiven Phasen sicher auch mehr. Dass das auf Dauer nicht gut ist, liegt auf der Hand. Die steigenden Zahlen an Erkrankungen der Wirbelsäule und des Stützapparats sprechen Bände. Dabei könnten Stehtische oder -pulte hier etwas Abhilfe schaffen – und trotzdem sind sie in den meisten Büros noch immer eine große Ausnahme. Bei Meetings gilt, fast wie ein ungeschriebenes Gesetz: alle müssen sitzen. Obwohl vielleicht der eine oder andere viel besser im Gehen denken könnte. Wohlfühlen ist das Gebot der Stunde, vor allem an dem Ort, an dem wir viel Lebenszeit verbringen. Hier können auch Pflanzen sehr hilfreich sein, um das Raumklima zu verbessern und den Schallpegel zu senken.

Co-Working-Spaces in aller Welt
Das Smashing Magazine hat eine umfangreiche Liste spannender Co-Working-Spaces zusammengestellt, aus New York, Berlin, Stockholm, London, San Francisco und mehr.

Co-Working-Spaces in Niederösterreich
Raus aus dem Wohnzimmer oder Keller-Büro, rein in die inspirierende Welt eines Co-Working-Spaces!

 Foto: Sylvia Fischer

 

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