Redaktion Werbemonitor

Rasche Lösung von konkreten Fragen

Wie gehen wir es an? Wenn es um strategische Entscheidungen geht, ist die Vorgehensweise bei Kunden oft sehr klar. Wenn es um das eigene Unternehmen geht, fühlen sich Kreative manchmal ratlos, da die Bandbreite an Möglichkeiten schier unendlich ist. Um eine klare Sicht zu erhalten, wenn es um die eigene strategische Ausrichtung geht, kann eine professionelle Unterstützung von einem Unternehmensberater sinnvoll sein. Im letzten Werbemonitor (6/2016) haben wir aufgezeigt, welche geförderten Beratungen Kreative ihren Kunden anbieten können. Diesmal geht es um die Kreativbetriebe selbst, wenn eine strategische Beratung durch einen externen Experten hilfreich wäre. Im Gespräch sind WKNÖ Fachgruppenobmann Günther Hofer und Wolfgang Eybl, Leiter des Bereichs Betriebswirtschaft und Management des WKNÖ Unternehmerservice.

Hofer: Ein großer Kunde bricht weg, ein neuer Kooperationspartner kommt hinzu, ein Mitarbeiter wird aufgenommen oder ein Erfolg versprechendes Geschäftsfeld tut sich auf. Alles Themen, welche die Realität von Kreativbetrieben widerspiegeln. Und da habe ich jetzt sicher nur einige wenige Szenarien genannt. Welche Förderungen können unsere Mitgliedsbetriebe in Fällen wie diesen in Anspruch nehmen?

Eybl: Eine professionelle Unterstützung durch einen Unternehmensberater hilft, Klarheit zu erlangen. Die sogenannte Schwerpunktberatung ist hier zu nennen. Grundsätzlich stehen dabei die vier Themenfelder Strategie, Marketing, Finanzierung und Organisation zur Verfügung. Bei Kreativbetrieben ist das Thema Marketing allerdings ausgenommen, denn ein Unternehmen, das seinen Kunden selbst Marketingberatungen im weitesten Sinn anbietet, erhält in diesem Bereich keine Förderungen.

Hofer: Das heißt, die Neuorientierung im Sinne einer Strategie ist förderbar. Und wie schaut es mit den Zahlen aus, die gehören ja aus meiner Sicht auch zu einer betriebswirtschaftlichen Beratung?

Eybl: Stimmt. Schwerpunkt jeder Strategie ist die Entwicklung entsprechender Planrechnungen wie Businessplan, Investitions- und Finanzieungsplan, Liquiditätsplanung und Contolling. Voraussetzung: Das bearbeitete Thema muss für zwei Jahre halten! Auch hier gilt, die reine Beratung wird gefördert, eventuelle Umsetzungsschritte nicht.

Hofer: Was bekommen die Betriebe vom Berater bzw. was muss abgeliefert werden?

Eybl: Für die Förderungsauszahlung muss die Dokumentation neben einem Management Summary, in dem die Vorschläge und konkreten Maßnahmen übersichtlich zusammengefasst werden, einen Businessplan über die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der Beratung beinhalten.

Hofer: Wie kommen Betriebe zu einem Berater?

Eybl: Entweder können wir einen geeigneten Kollegen nennen oder der Betrieb hat ohnehin einen Wunschberater. In 70 % unserer Beratungsfälle gibt es einen Wunschberater.

Hofer: Was hat es mit den systemischen Unternehmensaufstellungen auf sich?

Eybl: Oft stellen sich in einem Beratungsprozess sehr komplexe und nahezu nicht beantwortbare Fragen. Dabei spielen nicht nur die sachlichen oder fachlichen Aspekte eine Rolle, sondern vor allem auch die subjektiven Perspektiven und Einstellungen der Beteiligten. Oft gibt es versteckte Hindernisse, die sich extrem hemmend auswirken. Aber auch das Umfeld (Familie, Partner, Geldgeber etc.) wirkt genauso wie Mitarbeiter oder Kunden auf die Entwicklung ein. Eine systemische Unternehmensaufstellung ist ein äußerst wirksames Verfahren. Die Methode arbeitet ohne viele Worte. Erkenntnisse und Handlungsalternativen werden sofort und in ihrer vollständigen Wirkung erprobt. Am Ende der Aufstellung haben Sie Klarheit in Bezug auf Ihre Fragen und kennen die notwendigen Schritte, um die Lösungen umzusetzen.

Hofer: Das klingt alles sehr interessant. Vielen Dank für Ihre Antworten!

Schwerpunktberatung - Betriebswirtschaft & Management
Förderung pro Stunde: 50 %, max. € 45,-
Förderbare Stunden: max. 20
Zielsetzung: Schwerpunkt Strategie mit Erstellung eines Businessplans und Umsetzungsbegleitung 

http://wko.at/noe/bum

Beratungablauf:
1.     Unternehmer (Kunde) nimmt Kontakt mit der WKNÖ auf. Vorschlag seitens der WKNÖ für ein Beratungsunternehmen oder Kunde gibt Wunschberater bekannt.
2.     Definition des Beratungsprojektes
3.     Beratungsanmeldung
4.     Förderzusage basierend auf den Förderrichtlinien
5.     Beratungsdurchführung (Beratungsbericht und ein Zeitnachweis erforderlich)
6.     Förderabrechnung
7.     Förderauszahlung

Unternehmensaufstellung:
- individuelles Vorgespräch
- Aufstellungsworkshop (wird 4-mal jährlich in St. Pölten organisiert)
- individuelles Nachgespräch zur Implementierung der Ergebnisse
- Förderung: 100 % für max. 8 Beratungsstunden
- Termine, Zeiten und Ort: bitte nachfragen

http://wko.at/noe/bum

Foto: Christian Mikes/leadersnet

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

Kontakt

WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
Wirtschaftskammer-Platz 1, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742 851 - 19712
Fax: 02742 851 - 19719
  werbung@wknoe.at

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