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Redaktion Werbemonitor

NÖ-Marketing Breakfast bei Salzer Papier: 100-jährige Garantie

Salzer Papier ist der älteste Hersteller von hochwertigen, holzfreien Buchpapieren in Europa. Am Standort in St. Pölten Stattersdorf wird bereits seit 1579 Papier erzeugt. Am Ende des 18. Jahrhunderts (1798) kam die Fabrik in den Besitz der Familie Salzer, die sie noch heute führt. Fakt ist: Jedes dritte Hardcoverbuch in Europa kommt aus St. Pölten.

Das Produktportfolio des heimischen Herstellers Salzer Papier umfasst holzfreie Buchdruck- und Designpapiere. Der Vorteil von holzfreiem Papier besteht darin, dass es nicht vergilbt und so Wertbeständigkeit für viele Jahre garantiert. Bei den Werkpapieren stehen fünf Färbungen mit Grammaturen von 60 bis 160 g zur Verfügung, wobei das Volumen von vol 1.3 bis 2.0 reicht.

Speziell für hochwertige Farbanwendungen und Designdrucksorten stehen die Produkte Salzer Touch und Salzer Design am Programm. Ersteres besticht durch brillante, konturenscharfe Bildwiedergabe mit natürlichem Charakter. Es fühlt sich weich, samtig und behaglich an, verbreitet in Verbindung mit den Druckfarben einen angenehmen Geruch und lässt sich leise blättern, was z. B. für den Notendruck wichtig ist. Zweiteres weist eine glatte, gleichzeitig natürliche Oberfläche auf und verleiht Drucksorten ihre Einmaligkeit durch eine besondere Haptik. Es lässt sich gut prägen und weist Stabilität durch hohes Volumen selbst bei niedrigen Grammaturen auf. Das Volumen reicht von vol 1.2 bis 1.5; die Grammaturen je nach Produkt von 100 bis 300 g, mit jeweils zwei Färbungen. Die Exportrate der Papiere beträgt rund 98 Prozent, die Hauptmärkte befinden sich in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Italien, CEE und den Niederlanden. Ein weiterer Geschäftszweig von Salzer Papier ist die Produktion von voluminösen Fettbarriere-Papieren für Lebensmittelverpackungen.

 

Papier aus Österreich zählt!

Im Gespräch mit Geschäftsführer Dr. Harald Egger erfahren wir, warum Salzer Papier Renommeeprojekte an Land zieht, nach wie vor den klassischen Kundenbesuch bevorzugt und wie die Zukunft der Papierindustrie aussieht. Er weiß auch, warum wir künftig im Alter viel länger Zeit zum Lesen haben werden.

Werbemonitor: Wie sind Sie als Papierhersteller im Marketing aufgestellt, worauf achten Sie?

Egger: Für uns ist wichtig, dass wir tolle Projekte an Land ziehen können. Das heißt, dass wir wirklich Renommeeprojekte abwickeln, die wir anderen Grafikern und Designern zeigen können. Das Wichtigste ist meiner Meinung nach die Direktansprache der Kunden, also nach wie vor der klassische Kundenbesuch. Das heißt, wir gehen zu Grafikern, zu Designern und stellen unsere Papiere vor. Die Resonanz, die wir bekommen, ist sehr gut! Viele sagen: „Endlich gibt es einmal Alternativprodukte, neue Produkte.“ Wir bekommen immer die Rückmeldung: Papier aus Österreich zählt!

Werbemonitor: Wie werben Sie?

Egger: Wir sind auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Allerdings nicht mehr mit einem eigenen Stand, dieses Engagement haben wir vor zwei Jahren beendet. Wir sind regelmäßig auf Designermessen vertreten. Außerdem versuchen wir, Herausgeber von tollen Magazinen zu gewinnen, damit sie unsere Papiere einsetzen.

Werbemonitor: Verstehe ich das richtig, Sie betreiben über das Produkt Ihr Marketing?

Egger: Ja! Es gibt uns natürlich auf Facebook. Wir arbeiten aber ohnehin immer nur B2B und unsere Kunden kann man in erster Linie nicht über schöne Inserate überzeugen. Wir zeigen ihnen Produkte, die sie in die Hand nehmen und sagen: „Das ist ein Papier, das ich gerne für mein nächstes Projekt einsetze.“ So verhält es sich auch mit dem Drucker, der sich freut, wenn er wieder einmal etwas Neues zum Herzeigen hat, mit dem er zum Grafiker, zum Designer oder zum Endkunden gehen kann. Wir haben aber auch z. B. Industriekunden, die in Richtung Ökologie gehen, in Richtung Natürlichkeit – Kochbücher oder Mode. Auch sie finden es spannend, wenn sie etwas Neues sehen, mit dem sie ein tolles Buch herstellen können.

Werbemonitor: Wo sehen Sie die Papierindustrie in der Zukunft?

Egger: Interessanterweise ist der E-Book-Markt rückläufig. Auch im grafischen Bereich ist ein Rückgang zu erwarten. Dazu sehen wir bei gestrichenen Papieren und bei Offsetpapieren einen jährlichen Rückgang von ungefähr 10 Prozent. Wir haben das Glück, dass unsere Marktnische, das Buchpapier, bisher problemlos durchgekommen ist. Weil es nach wie vor den Trend gibt, dass Eltern ihren Kindern Bücher schenken und sie so zum Lesen bringen. Natürlich sehen wir, dass die Hauptleserschichten ältere Personen sind. Auf der anderen Seite werden die Menschen in Zukunft viel älter werden, das heißt, sie haben viel länger Zeit, im Alter zu lesen.

Werbemonitor: Wo kann sich aber dann die Firma Salzer hinentwickeln?

Egger: Wir befinden uns in einer Nische, müssen diese besetzen und neue öffnen. Das heißt, wir haben mit unseren Designpapieren eine Nische aufgemacht. Eine weitere ist z. B. jene mit unseren Lebensmittelverpackungen. Sie ist vom Zyklus nicht ident mit den Buchpapieren. Aber das Buchpapier wird weiterhin absolut wichtig sein.

Werbemonitor: Vielen Dank für das Gespräch.

www.salzer.at

Fotos: Leadersnet/ A. Felten

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