Redaktion Werbemonitor

Marketing-Mix: Website und Print dominieren noch

Digitales Marketing scheint sich bei kleineren Unternehmen kaum durchzusetzen. Groupon Deutschland hat dazu 200 Unternehmen aus den Branchen Gastronomie, Wellness und Freizeit befragt. Die meisten von ihnen verfügen über eine Onlinepräsenz. Der größte Teil des Marketingbudgets fließt nach wie vor in klassische Maßnahmen, obwohl sich Mediennutzung und Konsumverhalten radikal verändert haben.

Immer mehr verlagert sich die Organisation des täglichen Lebens auf mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Das kann Unternehmen enorm helfen, ihre Zielgruppen effizienter und vor allem zielgerichteter anzusprechen. Es zeigt sich: Kunden erwarten immer vielfältigere und digitale Touchpoints, um mit Betrieben zu kommunizieren. Groupon Deutschland hat dazu 200 Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern befragt. Bei der Befragung kam ganz deutlich heraus, dass sich Kleinunternehmen zu wenig auf die Erwartungen ihrer Kunden eingestellt haben und nicht kanalübergreifend denken.

59 Prozent setzen noch immer auf Flyer.

Minibudgets für Online
Die Hälfte der befragten Unternehmen gibt maximal zehn Prozent ihrer Werbeausgaben für Suchmaschinenmarketing, Social-Media-Anzeigen, E-Mail-Werbung, Apps, Affliates- oder Display-Marketing aus. Digital aktive Betriebe setzen überwiegend auf Maßnahmen im Owned-Media-Bereich. In Zahlen: 83 Prozent der Kleinunternehmen haben eine eigene Website und 59 Prozent nutzen Social Media in Form eines Facebook- oder Instagram-Auftritts. Die am häufigsten eingesetzten digitalen Marketingmaßnahmen sind Einträge in Branchenverzeichnisse (47 Prozent), wohingegen Keyword-Anzeigen nur von einem Viertel (25 Prozent) genutzt werden. Gerade einmal 14 Prozent der Befragten arbeiten mit einer  eigenen App.

Auch die Unternehmensgröße hat Einfluss auf die Marketingaktivitäten, denn je größer, desto umfangreicher. Bei Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern haben nahezu alle eine eigene Website (98 Prozent) und mehr als drei Viertel nutzen Social Media (78 Prozent). Kleinunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern verfügen nur zu rund zwei Dritteln (68 Prozent) über eine Website und nur etwas mehr als ein Drittel nutzt Social Media (39 Prozent).

Drucksorten und Inserate regieren
Print überwiegt weiterhin bei Paid Media. Denn mehr als die Hälfte druckt Flyer oder schaltet Anzeigen in Regionalmedien. Nur jeder dritte Betrieb investiert in Social-Media-Anzeigen und sogar nur jeder vierte betreibt Suchmaschinenmarketing.

Wie wird Erfolg gemessen?
Auch hier schaut es traurig aus, denn rund 25 Prozent messen bei keiner der Maßnahmen den Erfolg. Bei der Nachfrage, welche Marketingmaßnahmen als besonders effektiv eingeschätzt werden, splitten sich die Meinungen weit auf. Laut der Studie liegt das daran, dass eben nur sehr unzureichend gemessen wird. Dabei lassen sich gerade digitale Maßnahmen sehr gut überprüfen. Das ist insofern verwunderlich, da gerade kleine Betrieb darauf achten, ihr Budget so effizient als möglich einzusetzen. Offenbar liegt es am fehlenen Know-how, so der Schluss der Studienbetreiber. Tatsächlich bescheinigen sich viele inhabergeführte Kleinunternehmer ein Kompetenzdefizit.

Kleinunternehmen geben nur bis zu zehn Prozent für digitales Marketing aus.

Wer setzt um?
80 Prozent der Befragten setzen ihr digitales Marketing selbst um, in der Regel macht es der Chef selbst. Aber bei der Studie kam auch heraus, dass künftig jeder dritte mehr für digitales Marketing ausgeben möchte. Mehrausgaben für digitale Marketingmaßnahmen planen insbesondere Unternehmen aus der Freizeitbranche (46 Prozent) und Gastronomie (32 Prozent). Die überwiegende Zahl der Wellness-Anbieter glaubt dagegen, dass ihre Ausgaben ungefähr gleich bleiben (64 Prozent), nur 19 Prozent wollen künftig mehr für digitales Marketing ausgeben.

Die gute Nachricht zum Schluss: Unternehmen, die künftig mehr ausgeben wollen, sind daran interessiert, ihre Kompetenzen auszubauen, und wünschen sich mehr Anleitung, Tutorials und Beratung (72 Prozent).

www.groupon.com

Foto:  David Sandonato © 123RF.com

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