Redaktion Werbemonitor

Das 3 x 6 der digitalen Transformation

Digitalisierung, digitaler Wandel, digitale Revolution – alles ist digital und alles ist gefährlich. So ähnlich sieht meine Beratungspraxis für KMU manchmal aus. Als Digitalberater und Vortragender bin ich unterwegs, um Fragen zu klären, Ängste zu nehmen und Chancen aufzuzeigen. Was ist das eigentlich, die digitale Transformation?

Unser aller liebgewonnenes Wikipedia (übrigens ein digitales Lexikon) sagt dazu: „Die digitale Transformation (auch „digitaler Wandel“) bezeichnet einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der als Digitale Revolution die gesamte Gesellschaft und in wirtschaftlicher Hinsicht speziell Unternehmen betrifft. Basis der digitalen Transformation sind digitale Technologien, die in einer immer schneller werdenden Folge entwickelt werden und somit den Weg für wieder neue digitale Technologien ebnen.“

Es geht also vorrangig um Technologie, die als Ersatz für bisher manuell oder analog erledigte Tätigkeiten fungiert. Ich behaupte allerdings, dass der digitale Wandel zunächst „zwischen unseren Ohren“ beginnt – also im Wesentlichen eine Sache der Einstellung ist. Und daraus ergeben sich dann drei Gruppen von Unternehmen.

  1. „Kopf in den Sand“-Stecker: Sie tauchen ab und hoffen, dass der „digitale Zug“ an ihnen vorbeifahren wird. Und das wird er auch, versprochen. Leider mit sehr negativen Folgen.
  2. Schuld sind nur die anderen“-Denker: Auch eine Reaktionsmöglichkeit, denn irgendwer muss ja verantwortlich sein, wenn man es selbst nicht ist. Irgendwer setzt diese Prozesse schließlich in Gang – eben die anderen.
  3. „Digitale Lionel Messis“: Damit meine ich jene Unternehmen, die Chancen erkennen, sich den Ball auflegen und Tore schießen.

Sie dürfen sich jetzt selbst die Antwort geben, welche Taktik ich für die beste halte.

Digitalisierung – eine Frage des Alters?
Zweifelsohne eine interessante Frage und, betrachtet man die Eigenschaften innerhalb der Generationen, vom Baby-Boomer bis zur Generation Z, zu gewissen Teilen dort verankert. Vor allem die Gewohnheiten, die Glaubenssätze sind es, die viele daran hindern, proaktiv in die Zukunft zu denken.

6 Kernfragen, die sich jedes Unternehmen stellen sollte

  1. Nutze ich effiziente Software?
  2. Nutze ich meine Daten effektiv?
  3. Ist das Management fit für das digitale Zeitalter?
  4. Kann ich von mehr Konnektivität profitieren?
  5. Bietet mir die Digitalisierung Internationalisierungschancen?
  6. Ist der Einsatz von Social Media für mich wichtig?

Ganz ehrlich: Ein Unternehmen, das heute noch auf E-Mails zur Koordinierung von Zusammenarbeit setzt, leidet unter ständigen Effizienzverlusten. Dafür gibt es heute viele Messenger-Tools, die interne Kommunikationsprozesse effizienter machen.
Oder: Wer glaubt, die Kontrolle zu behalten, indem Social Media komplett gemieden werden, irrt. Kommunikation findet in sozialen Kanälen statt, man erfährt dann aber nichts davon. Und welchen Eindruck mache ich auf Kunden, Geschäftspartner und Bewerber, wenn ich im Internet nicht oder nur durch eine nichtssagende Website auffindbar bin?

6 Trendfelder der digitalen Transformation

  1. Produkte und Dienstleistungen
  2. Kundenbeziehung und Marketing
  3. Abläufe und Prozesse
  4. Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette
  5. Mitarbeiter und Unternehmenskultur
  6. IT und Datenschutz

Innerhalb dieser Trendfelder finden sich dann in Summe knapp 50 Einzelthemen, die im Zuge einer Beratung besprochen werden. Daraus werden dann Ist-Soll-Darstellungen erarbeitet und Maßnahmen abgeleitet.

6 Gründe, warum die digitale Transformation noch nicht dort ist, wo sie sein könnte

  1. Fehlende/unzureichende Infrastruktur
  2. Fehlende Daten bzw. mangelhafte Nutzung
  3. Fehlendes Talent oder mangelnde Ausbildung
  4. Fehlende Vision des Managements
  5. Kosten!!!
  6. Entmutigende Lernkurve

Digitalisierung passiert – täglich. Sich davor zu verstecken, mögliche Risiken zu verdrängen oder gute Chancen zu vernachlässigen, ist aus meiner Sicht unternehmerischer Selbstmord mit Anlauf. Egal für welche Branche und Unternehmensgröße.

Im Werbemonitor 03/2019 finden Sie bei diesem Artikel auf Seite 30 ein Chart, in dem die Baby-Boomer, Generation X/Y/Z beschrieben sind.

Foto: kantver ©123RF.com

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