Redaktion Werbemonitor

Zahlungsmoral Österreich 2015

Die Trendumfrage der KSV1870 Holding AG bestätigt, dass die Zahlungsmoral in Österreich noch immer gut ist. Fest steht: Die Unternehmen reagieren immer rascher, um ihre Kunden zur Bezahlung zu bewegen. Doch die Vorsicht ist berechtigt.

Die Wirtschaftslage lässt es nicht mehr zu, dass unbezahlte Rechnungen einfach hingenommen werden. Es geht rasch ans Eingemachte, wenn ein Unternehmen seine Liquidität verliert. So unangenehm es für viele Kreative auch sein mag: Wer früh reagiert, hat mehr Möglichkeiten, Verluste zu verhindern oder zumindest einzudämmen. Denn die Umfrage bringt auch zutage, dass die Vorsicht berechtigt ist. 37 % der Befragten geben an, bei Zahlungsausfällen ihrer Kunden in einen Liquiditätsengpass zu kommen, und jedes 10. Unternehmen sei dadurch sogar unmittelbar in seiner Existenz bedroht. 58 % klagen zumindest über Gewinneinbußen.

Gute Zahlungsmoral
Gerade weil die Unternehmen immer schneller agieren, ist die Zahlungsmoral in Österreich noch gut. Im Schnitt zahlen Firmen ihre Rechnungen nach 29 Tagen. Bei der öffentlichen Hand ist mehr Geduld gefragt, denn Bund, Land und Gemeinden überweisen nach durchschnittlich 38 Tagen. Bereits 53 % der Unternehmen stellen ihre Lieferungen an Kunden ein, um künftige Forderungsverluste zu vermeiden. Fast ein Drittel (30 %) setzt auf Informationen von Dritten (Auskunfteien, branchenintern, um rechtzeitig vor möglichen Zahlungsschwierigkeiten gewarnt zu sein.

Fest steht aber auch, dass beinahe jedes 4. Kleinunternehmen über Umsatzrückgänge klagt und sich vermehrt mit Liefersperren absichert. Um Forderungsverluste auszugleichen, stellt mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) die Zahlungskonditionen bei einzelnen Kunden auf Vorauskassa oder Nachnahme um. 67 % der Forderungen sind jünger als zwei Wochen, wenn sie zum ersten Mal eingemahnt werden. Die Erfahrung des KSV zeigt, dass junge Forderungen die besten Chancen haben, eingebracht zu werden. Interessanterweise wird in diesem Jahr die erste Mahnung schneller an die Kunden versendet als noch im Vorjahr. Laut dem Bundesvergabegesetz vom Juli 2013 sollte die öffentliche Hand ihre Forderungen innerhalb von 30 Tagen bezahlen. Die meisten ihrer Lieferanten räumen seit einem Jahr jedoch wieder ein vertraglich vereinbartes Zahlungsziel von 31 Tagen ein. Auch dieses wird von 23 % der öffentlichen Kunden nicht eingehalten, und so wartet, wer die öffentliche Hand beliefert, in vielen Fällen 38 Tage lang auf sein Geld – neun Tage länger als bei Firmenkunden. 

Rückfragehinweis:
KSV1870 Holding AG
Wagenseilgasse 7, 1120 Wien
Karin Stirner, Leiterin Unternehmenskommunikation
Telefon: 050 1870-8226
stirner.karin@ksv.at

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