Redaktion Werbemonitor

Deine, meine oder doch nur abgekupfert?

Ideen sind das Kapital der Kreativen. Ein Vermögen wird zumeist hinter dicken Stahlwänden vor unerlaubten Zugriffen geschützt. Warum werden die Geistesblitze der Werber nicht so behandelt und fallen oft durch den Rost?

Nicht alle Einfälle sind neu und schon gar nicht sind alle schützbar. Nichts ist für einen Kreativen unangenehmer, wenn dieser einen Einfall für ein Label oder einen Markennamen präsentiert, um dann zu entdecken oder vom Kunden zu hören, dass genau dieser Entwurf bereits beim Patentamt registriert ist. Damit das nicht passiert, stellt die WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation ein Tool – den Ideentresor – zur Verfügung, über das zudem eine kostenlose Markenrecherche durchgeführt werden kann.

Check der Markenidee
Um dem vorhin angeführten Szenario zu entgehen, ist es wichtig, bereits in der Entwurfsphase grob abzuklären, ob es sich lohnt, den Gedanken weiterzuverfolgen. Direkt auf der Website des Ideentresors findet sich eine Verlinkung, die zu einem Vorcheck führt. Der sogenannte „Marken-Quick-Check“ überprüft kostenfrei, ob eine Registrierung vorliegt. In wenigen Momenten werden die Ergebnisse angezeigt. Das Arbeiten wird so ungemein erleichtert und beugt in vielen Fällen Streitigkeiten vor. Das Werkzeug entbindet aber niemanden vor einer patentamtlichen Recherche und einer markenrechtlichen Anmeldung. 

Hinter dicken Mauern geschützt
Gute Eingebungen fallen meistens nicht vom Himmel. Sie erfordern eine gehörige Portion Kopfarbeit und in ihnen stecken viel Zeit sowie Mühe. Daher ist es umso verständlicher, dass Urheber ihr kreatives Werk schützen wollen. Denn die einfallsreichen Unternehmer leben davon, Höchstleistungen für ihre Kunden zu produzieren. Nicht umsonst gilt das Urheberrecht grundsätzlich für all jene geistigschöpferischen Bestandteile, wie Logos, Grafiken, Slogans oder Illustrationen. Daher ist es umso wichtiger, dafür die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um einen wirksamen Schutz zu erzielen. In der täglichen Werbepraxis ist das nicht immer einfach.

Nach dem Pitch taucht  die Idee plötzlich woanders auf
Jeder kennt das: Ein hervorragender Einfall für Werbekonzepte, Illustrationen, Markennamen oder anderen Werbesujets wird bis spät in die Nacht hinein für einen Pitch entwickelt. Morgens geht es siegessicher zur Präsentation beim Kunden. In diesem Zeitraum entsteht oft ein Vakuum, in dem die kreative Schöpfung des Ideengebers in höchster Gefahr schwebt. Nach einer gelungenen Darstellung kommt es – wie die Praxis zeigt – gar nicht so selten vor, dass eine Agentur den Pitch nicht gewinnt. Wochen später stellt sie voller Überraschung fest, dass die eigene Idee plötzlich woanders aufscheint. Was nun?

Abwehr von Plagiatsvorwürfen
Der Ideentresor ist aber auch noch in einer anderen Situation hilfreich. Wenn der Spieß umgedreht und der Agentur vorgeworfen wird, eine Konzeption kopiert zu haben. Denn in solchen Momenten von Ideeklau beginnt ein langer Weg einer urheberrechtlichen Auseinandersetzung. Die ersten berechtigten Fragen der Anwälte und Richter sind: Können Sie wirklich belegen, dass Sie tatsächlich der Urheber sind, und haben Sie einen objektiven zeitlichen Nachweis zur Verfügung?  

Sorge vom Tisch
Spätestens jetzt hat jener Betrieb eine Sorge vom Tisch, wenn er den kostenlosen Service seiner Fachgruppe in Anspruch genommen hat. Denn gratis und jederzeit anwählbar ist der Ideentresor und somit der Nachweis über Zeitpunkt und Urheberschaft klar vorhanden.

Wie funktioniert‘s?
Der Ideentresor ist eine elektronische Datenbank der WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, die speziell für ihre Mitglieder das hilfreiche Werkzeug entwickelt hat. Das Besondere daran ist, dass der Zutritt jederzeit von beliebiger Stelle mit einem persönlichen Passwort erfolgen kann – vorausgesetzt, es steht ein Internetzugang zur Verfügung. Die kreativen Ideen können hochgeladen werden und haben umgehend den Schutz eines urheberrechtlichen Ideentresors. 

www.ideentresor.at

 

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

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