Redaktion Werbemonitor

Mediendesigner gestalten Ideen

Die Kreativbranche ist ein wachsender Wirtschaftszweig und ausgebildete Mediendesigner haben hervorragende Jobchancen. Ihre Aufgabe ist es, Ideen oder Informationen individuell, visuell und gestalterisch aufzubereiten, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Die Mediendesigner rücken ins Rampenlicht. Die Ausbildungsinhalte der beiden Lehrberufe - Medientechniker und Mediendesigner - sind ähnlich, dennoch setzen sie inhaltlich auf unterschiedliche Schwerpunkte: Gestaltung (Design) einerseits und technische Umsetzung bzw. Produktion andererseits. Auch in dieser Profession beträgt die Lehrzeit dreieinhalb Jahre und eine vierjährige Doppellehre ist in diesen Kombinationen möglich: Marktkommunikation  & Werbung und Mediendesigner, Mediendesigner und Medientechniker, sowie Medientechniker und Mediendesigner.

Mit der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule werden die jungen Kreativen befähigt, fachgerecht, selbstständig und eigenverantwortlich folgende Tätigkeiten auszuführen: das Organisieren innerbetrieblicher Arbeitsschritte und Arbeitsmittel, das Planen von Vorhaben für die Mediengestaltung, die projektbezogene Betreuung und Beratung von Kunden, die Konzeption von Medienproduktionen, das sogenannte rechnergestützte Umsetzen sowie Gestalten von Vorlagen und das Fertigstellen von Endprodukten, die Aufbereitung analoger und digitaler Daten, das Erstellen von Layouts, das rechnergestützte Bearbeiten und Gestalten von Texten und Bildern, die Zusammenstellung von Daten zu Endvorlagen sowie das Anwenden verschiedener Informationstechniken. Es laufen viele Fachgebiete zusammen und der Nachwuchs erhält ein breites Wissen.

Die Branche, den Betrieb  und die Arbeitsumgebung kennenlernen
Die Lehrlinge erfahren, wie Unternehmen in der Branche agieren und ein Werbeunternehmen aufgestellt ist. Hinzu kommen die Grundlagen der Marktkommunikation mit Zielen, Bereichen und Möglichkeiten. Sie erhalten Antworten auf Fragen: Wie arbeiten Agenturen und Kunden miteinander? Wie gestalten sich Abläufe und welche betrieblichen Einrichtungen und erforderliche Hilfsmittel stehen zur Verfügung?

Verhalten und Präsentation bei Kunden, Mitarbeitern und Auftragnehmern
Die angehenden Mediendesigner lernen ein kundenorientiertes Verhalten bei der Auftragsabwicklung. Aber auch das Zusammenspiel im Team ist Thema. Weiters wird die Präsentation von Teilprodukten oder fertiggestellten Erzeugnissen unter Anwendung verschiedener Präsentationstechniken geübt. Dazu zählen auch das Beurteilen und Prüfen von Arbeitsergebnissen auf Einhaltung von Vorgaben.

Mediengestaltung
Scribbles, Layout und Reinzeichnung – diese Schritte sind das Grundhandwerk der Mediendesigner. Sie erlernen die wichtigsten Mediengestaltungsaufgaben und wie diese mit den gängigen Layoutprogrammen verwirklicht werden können. Dazu zählt auch die Kenntnis der Typografie und welchen Beitrag Schriften zur Gestaltung leisten. 

Grafik- und Designprogramme
Die Lehrlinge üben das Erstellen einfacher Dokumente mit Text- und Grafikprogrammen sowie den Einsatz von Tabellenkalkulationssoftware. Zudem erfahren Sie, welche modernen Zeichen- und Bildbearbeitungsprogramme zur Verfügung stehen.

Fototechnik, Bildbearbeitung, Farbwerte
Es werden die Grundkenntnisse der Fototechnik, Digitalfotografie und Videotechnik vermittelt. Dazu gehören das Wissen, wie digitale Bilder bearbeitet werden, welche Arten der Bildkorrektur zum Einsatz kommen – und das anhand von Praxisbeispielen. Gerade in diesem Bereich spielt das Thema Farbe eine wichtige Rolle. Die Lehrlinge werden darin geschult, wie Farbwerte nach Skalen bestimmt werden, und erlernen die Grundkenntnisse der Farbauszugstechnik. Natürlich wird auch das Basiswissen der wichtigsten Druckverfahren vermittelt.

Multimedia
Multimediaproduktionen sind aus der Werbung nicht mehr wegzudenken. Die jungen Kreativen lernen das Anwenden verschiedener Entwurfstechniken, wie Multimediaproduktionen aufgebaut sind und gestaltet werden. Dazu gehören die Konzeption und Produktion eines Videos, die Kenntnis der Verbindung von Text-, Bild- und Tonsequenzen. Aber auch, wie deren Digitalisierung funktioniert und wie dreidimensionale Multimediaprodukte geplant und hergestellt werden. Weiters wird ihnen beigebracht, wie Dateneingabe, -verarbeitung und -ausgabe durchgeführt werden und wie man den Mehrfachnutzen digitaler Daten nach technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten plant.

Web
Wie hängen vernetzte Kommunikations- und Informationssysteme (z.B. Internet) zusammen? Wie werden Seiten im Web konzipiert und gestaltet?

Informationstechnologie und Software
Den Lehrlingen werden berufsspezifische Hard- und Software sowie betriebsspezifisch der Hintergrund zu Netzwerktechniken und Datenbanken nähergebracht. Weiters das Lesen und Anwenden technischer Unterlagen sowie die Kenntnis und Anwendung englischer Fachausdrücke.

Projektmanagement
Dabei geht es um die fachgerechte Abstimmung von Umfang, Ressourcen, Zeit und Qualität von Vorhaben, an denen gerade im Kreativbereich oftmals mehrere Personen beteiligt sind.

Rechtliches
Ohne rechtliche Grundkenntnisse geht in der Werbebranche gar nichts mehr. Wichtig ist vor allem, Wissen im Urheber-und Wettbewerbsrecht zu erlangen. Außerdem sind die sich aus dem Lehrvertrag ergebenden Verpflichtungen (§§ 9 und 10 des  Berufsausbildungsgesetzes), arbeitsrechtliche Vorschriften sowie die einschlägigen Sicherheitsstandards und sonstige in Betracht kommende Regelungen zum Schutz des Lebens und der Gesundheit wesentlich.

Umwelt
Kenntnis der Vermeidung, umweltgerechten Trennung und Entsorgung von im Betrieb anfallenden Abfall- und Reststoffen sowie des sinnvollen Energieeinsatzes.

Lehrabschlussprüfung
Die Lehrabschlussprüfung gliedert sich in eine praktische und eine theoretische Prüfung. Unter anderem werden gefordert: das Entwerfen eines Konzeptes einer Multimediaproduktion aufgrund analoger und digitaler Vorlagen, die Erstellung eines einfachen Medienproduktes, das rechnergestützte Gestalten von Vorlagen, die Aufbereitung und das Bearbeiten von Texten und Bildern nach redaktionellen und technischen Vorgaben sowie das Überprüfen der Arbeitsergebnisse (Qualitätsmanagement).

Lehrlingsstelle WKNÖ
Wirtschaftskammer-Platz 1 , 3100 St. Pölten
T: 02742/851 – DW 17615
E: lehrlingstelle.gewerbe@wknoe.at

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

Kontakt

WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
Wirtschaftskammer-Platz 1, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742 851 - 19712
Fax: 02742 851 - 19719
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