Redaktion Werbemonitor

Ein guter Start mit einem Werbelehrling

Die Kreativbranche benötigt fundiert ausgebildete Fachkräfte, um auch künftig in dem schnelllebigen Geschäft zu bestehen. Welche Berufe kann der Nachwuchs ergreifen und was muss ein Unternehmer bei der erstmaligen Ausbildung beachten?

Über die Lehre wird viel diskutiert. Fest steht: Die Kommunikationsbranche braucht gut ausgebildetes Personal und die Lehre bringt in einem Unternehmen viele Vorteile für beide Seiten. Zahlreiche Fallbeispiele aus Praxis, die im letzten Jahr im Werbemonitor veröffentlicht wurden, unterstreichen das. Genereller Tenor dabei ist, dass der Prozess von Anbeginn gezielt gesteuert sowie gestaltet wird und die Mitarbeiter eine Ausstattung mit Kenntnissen sowie Fähigkeiten erhalten, die für den Erfolg einer Firma entscheidend sind. Zudem vermittelt das duale Ausbildungssystem theoretisches Wissen und handwerkliches Können in der Berufsschule sowie praktische Erfahrung in den Betrieben. 

Berufe für die Profis von morgen
In Niederösterreich können junge Menschen in den Berufsfeldern Werbung und Marktkommunikation eine Lehre bzw. Doppellehre absolvieren. Dazu zählen der Medienfachmann bzw. die Medienfachfrau im Bereich Marktkommunikation und Werbung, Mediendesign oder Medientechnik. Die einzelnen Berufsbilder stellen wir zusätzlichen Beiträgen vor.

Was ist zu beachten beim erstmaligen Ausbilden von Lehrlingen?
Im ersten Schritt reicht der Unternehmer vor der Aufnahme auf der niederösterreichischen Lehrlingsstelle einen Feststellungsantrag ein. Weiters muss im Betrieb  eine für die Ausbildung geeignete Person mit absolviertem Ausbilderkurs oder bestandener Ausbilderprüfung zur Verfügung stehen. Das kann der Chef oder ein Mitarbeiter sein.

Schnupperlehre
Zu empfehlen ist, mögliche Kandidaten im eigenen Arbeitsumfeld kennenzulernen und sie so weit als möglich in den Arbeitsalltag einzugliedern. Dafür eignen sich berufspraktische Tage, die sogenannte „Schnupperlehre“. Danach haben beide Seiten einen ersten Eindruck.

Lehrvertrag und Probezeit
In der Lehrlingsstelle muss der Lehrvertrag angemeldet werden, was nach dem Berufsausbildungsgesetz binnen drei Wochen ab Aufnahme des Lehrlings zu erfolgen hat. Die ersten drei Monate der Lehrzeit gelten als Probezeit. In diesem Abschnitt können beide Seiten das Lehrverhältnis ohne Angabe von Gründen – in Schriftform – lösen. Die Information muss auch an die Lehrlingsstelle weitergeleitet werden.

Berufsschule: der zweite wichtige Lernort
Der Berufsschulunterricht ist in Niederösterreich – in den für die Werbung relevanten Berufen – als Zehn-Wochen-Lehrgang pro Lehrjahr vorgesehen und im letzten fünf Wochen. Der Inhalt des Unterrichts ist von Lehrplänen bestimmt, die durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) verordnet werden. Der Lehrling ist verpflichtet, die Berufsschule zu besuchen, und der Lehrberechtigte hat ihm diese Zeit freizugeben. Die Unterrichtszeit ist auf die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit anzurechnen.  

Beschäftigung und Förderung
Werden Jugendliche aufgenommen, sind die Bestimmungen des Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetzes einzuhalten. Weiters kommen noch die Vorschriften in Bezug auf den Besuch der Berufsschule hinzu. Die Verpflichtung beginnt mit dem Eintritt in ein Ausbildungsverhältnis und dauert bis zu dessen Ende bzw. zum erfolgreichen Abschluss. Die Schulung eines Lehrlings wird gefördert. Der Antrag ist vom Lehrberechtigten einzubringen. Es gibt zahlreiche Unterstützungen für Lehrlinge und Unternehmen. Dazu zählen die Basisförderung, qualitätsbezogene Förderungen, Maßnahmen für Lehrlinge mit Lernschwierigkeiten, Förderung für Teilnahme an Berufswettbewerben sowie bei ausgezeichneten und guten Lehrabschlussprüfungen. Dieser Bereich ist sehr umfangreich – mehr Details dazu auf der Website www.lehre-foerdern.at.

Als zweitgrößte Fachgruppe österreichweit im Bereich Werbung werden rund 3.400 Mitglieder mit ca. 4.200 Gewerbeberechtigungen betreut. Hier finden Sie umfangreiche Informationen sowie unterschiedliche Serviceleistungen für Ihre tägliche Praxis.

Kontakt

WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
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