Redaktion Werbemonitor

Betriebshilfe: Unterstützung für Wechselfälle im Leben

Was passiert, wenn Unternehmer in unvorhergesehene Situationen, wie eine Krankheit oder einen Unfall, geraten? Wie kann eine Babypause überbrückt werden? Gut, dass es die Betriebshilfe gibt.

Die Grundidee lautet, dass mit Fachkräften der Firmenalltag aufrechterhalten wird. Ziel ist es, eine gewisse soziale Absicherung der Unternehmer zu erreichen. Mit der Betriebshilfe können die genannten Risiken gemildert werden. Dabei leistet die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft in Kooperation mit den Wirtschaftskammern diese Unterstützung. Sie wird in Form von Sachleistungen oder als Kostenzuschuss für einen Betriebshelfer gewährt. In Anspruch nehmen können die Betriebshilfe alle Personen, die bei der SVA krankenversichert sind und eine aufrechte Gewerbeberechtigung als Mitglied der Wirtschaftskammer haben.

Betriebshilfe als Sachleistung
Darunter wird verstanden, dass ein kostenloser Betriebshelfer für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit zur Verfügung gestellt wird, höchstens 70 Einsatztage pro Kalenderjahr. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem Betriebshelfer (bzw. der Einrichtung, die ihn beschäftigt). Die Anträge auf Beistellung sind beim jeweiligen Betriebshilfeverein einzubringen.

Betriebshilfe als Geldleistung
Bei der Betriebshilfe als Geldleistung beschäftigt der Unternehmer aufgrund seiner Notlage einen zusätzlichen Assistenten. Dieser zusätzliche Mitarbeiter wird – im Gegensatz zur Betriebshilfe als Sachleistung – nicht vom Betriebshilfeverein, sondern direkt vom Firmeneigentümer bezahlt. In so einem Fall kann die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft einen Zuschuss zum Mehraufwand leisten, der durch die Beschäftigung des zusätzlichen Betriebshelfers entsteht. Die Unterstützung wird ebenso bis zu einer Höchstdauer von 70 Tagen pro Kalenderjahr gewährt. Anträge auf Übernahme der Kosten für Betriebshelfer sind bei der jeweiligen Landesstelle der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft einzubringen. Zu beachten ist, dass sowohl auf die Sachleistung als auch die Geldleistung kein Rechtsanspruch besteht.

Betriebshilfe bei Mutterschaft
Für die Zeit der gesetzlichen Mutterschutzfrist (zumeist acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt) können Betriebshelfer kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Eine besondere soziale Schutzbedürftigkeit ist nicht erforderlich. Es gelten daher in diesem Fall keine Einkommens- bzw. Zuverdienstgrenzen. Die Tätigkeit der Betriebshilfe ist auf die Verrichtung unaufschiebbarer Arbeitsleistungen im Betrieb beschränkt und darf daher keinesfalls für außerbetriebliche Tätigkeiten herangezogen werden (z.B. Haushaltstätigkeiten). Wenn die Betriebshilfe nicht im Wege der Beistellung einer Arbeitskraft erbracht werden kann, gebührt bei Vorliegen der Voraussetzungen Wochengeld.

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